Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve VII. (1981)

Közlemények - Horváth István: A vármegyei közigazgatás működése az 1830-as években Nógrád megye alispánjának megítélése alapján

ISTVÁN HORVÁTH: Die Tätigkeit der Komitatsverwaltung im Nógrád in den 1830-er Jahren nach der Beurteilung des Komitatsvizegespans Eine der spannendsten Quelle der Komitatsgeschichte der ungarischen Reformzeit ist der am Ende 1841 vom Vizegespan János Sréter geschriebene „offizielle Bericht", der nach dem Entschluss der Adelsstände zustande kam. Der Autor hat seinen Bericht nicht von einem Jahr fertiggemacht, sondern er hat vom Anfang der 1830-er Jahre die Tätigkeit der Komitatsinstitutionen, die geringe Betätigung der Beamten, die Ungewissheit und die Rolle der Stände von dem Gesichtspunkt der Erfüllung der politischen Aufgaben überblickt. Seine Meinung über die Komitatsverwaltung ist niederschmetternd: er hat das bewiesen, dass die Adelsstände bis Ende der 30-er Jahre zu einem historischen Scheideweg kamen. Es hat sich bei dieser Wahl nicht weniger entschieden, als ob der Prozess beginnt, infolge dessen das neue bürgerliche Ungarn endlich gebären wird, oder die Adelsstände die Nation zum Untergang bringen? Auf die verschärfte Frage gab der Autor-Vizegespan die Antwort so, um den mit vielen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Sorgen kämpfenden, und sich vor der politischen Reformierung gegenwärtig hütenden — an Zahl nicht wenigen — Nógráder Kleinadel nicht zu verscheuchen. Er hat sie dazu inspi­riert: es ist noch nicht spät, jetzt hat es Zeit, um die Art und Weise der Leitung nicht freizugeben, damit auch diese Klasse mit der Reformierung der uralten Verfassung die Erneuerung annimmt. Sréter war auch selbst ein Kleinadeliger. Als bedeutendes Mitglied seiner Klasse strebte er danach, um seinen Gefährten den entscheidenden Schritt machen zu helfen. Aus diesem Bericht: in dem die Vorstellung der konkreten Fehler der Institutionen und das Nebebeinandersein der aufgeklärten Gedanken als Teil eines einheitlichen Argumentensystems erscheinen, kam das treue, an Widers­prüchen sehr reiche Bild der Nógráder Verhältnisse der Zeit zum Vorschein. „Der Bericht" ist, im Grunde genommen, die Fortsetzung seiner am Anfang der 1830-er Jahre geschriebenen politischen Schrift, die „der Rückerinnerungen". 202

Next

/
Thumbnails
Contents