Fülöp Éva – Kisné Cseh Julianna szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 10. (Tata, 2003)

Fényes Gabriella: Importierte Keramik und ihre lokalen Nachahmungen in Brigetio (ausser Terra Sigillaten)

Importierte Keramik und ihre lokalen Nachahmungen in Brigetio (außer Terra Sigillaten) Gabriella Fényes Die dünnwandigen Keramikgefäße von Brigetio sind in drei Gruppen unterteilt: dünnwandige Schalen, die sogennannte rätische Ware und die Schwarzfirniskeramik. Die dünnwandigen Schalen sind auf Grund ihrer äußeren Erscheinung in vier Unter­gruppen anzuordnen (Taf. I. - III.). 1. a. Schalen aus grauen Ton und mit dunkelgrauem Überzug bilden die erste Unter­gruppe. Sie entspricht vermutlich dem Fabrikat D Kategorie von E. Schindler­Kaudelka, die entweder in Sutri oder auf der Poebene gefertigt wurde. Die Haupt­roduktionszeit dieses Typs war das dritte Viertel des 1. Jh. n. Chr. 108 b. Schalen aus ebenfalls grauem Ton und mit dunkelgrauem Überzug, aber mit Barbotinverziehrung sind als Fabrikat E bestimmbar, sie wurden in einer Werkstatt auf dem östlichen Teil der Poebene oder an der Adriaküste {Ravenna?, Aquileià) her­gestellt. Dieses Fabrikat war nach der Stratigraphie des Magdalensberges ab 35 n. Chr. im Handelsverkehr, aber es war auch nach der Aufgabe dieser Siedlung weiter produziert (in der zweiten Hälfte des 1. Jh.). 109 c. Die übrigen Schalen aus grauem Ton und mit dunkelgrauem Überzug stammen m. E. aus näheren Werkstätten. 110 Solche Schalen kommen in großen Mengen in Emona vor. Die Blütezeit ihrer Produktion war das Ende des 1. Jh. und der Anfang des 2. Jh. n. Chr., aber sie waren bis zur Mitte des 2. Jh. im Handelsverkehr. Sie ha­ben mindere Qualität und sind mit Barbotinranken und Blättern dekoriert. d. Die breitmundigen Becher können aus Norditalien stammen. Sie waren in Nord­italien und Pannonién bis zum Ende des 1. Jh. im Handelsverkehr. 111 108 SCHINDLER-KAUDELKA 1975, 32-33., Taf. 17-19.; SCHINDLER-KAUDELKA 1998, 389-425., 399. 109 SCHINDLER-KAUDELKA 1975, 33., Taf. 20-21.; SCHINDLER-KAUDELKA 1998, 399. 11(1 Aus Emona: PLESNICAR-GEC 1972, T CLXVII/726/7., T CLXXXVIII/955/1., T CXCIII/972/5. Weitere Beispiele stammen aus Sirmium: BRUKNER 1981, T 57/66.; aus Arrabona: SZŐNYI 1972, 2. ábra 11., 3. ábra 16.; und aus Carnuntum: GASSNER 1990, 257., Taf. 2/26.; PETZNEK 1999, 214-220., Taf. 2. Laut V Gassner und B. Petznek seien auch die Schalen dieser Untergruppe (bei ihnen auch Fabrikat E) norditalische Produk­te. 111 SCHINDLER-KAUDELKA 1975, 103., Form 95., Taf. 18.; RICCI 1985, 259.; Weitere Beispiele aus Emona: PLESNICAR-GEC 1972, T LXXXV/329/10., T XCV/365/18., T CL/654/25.; aus Carnuntum: GASSNER 1990, Taf. 2/28.; aus Arrabona: SZŐNYI 1972, 3. ábra 18., I. t. 18. Aus Mursella: SZŐNYI 1997/98, Pl. 1/3. 33

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