Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 1. (Tata, 1968)

A Vértes hegység középkori várai

DIE MITTELALTERLICHEN BURGEN DES VÉRTESGEBIRGES (Auszug) In den Waldungen des Vértesgebirges finden wir heute noch mehrere Ruinen mittelalterlicher Burgen. Unter diesem Burgruinen ist bischer nur die Burg von Gesztes freigelegt und wiederhergestellt worden. Eine jede der Burgen vom Vértes gebirge von königlicher Gründung und ihr Bau hat um die Mitte des XIV. Jahrhunderts ihren Anfang ge­nommen. Geschichtlich stehen sie in den XV — XVI. Jahrhunderten-be­sonders aber zur Türkenzeit- in engem Zusammenhang miteinander, hauptsächlich aber mit Tata. Eine jede dieser Burgen war je ein Glied jenes eng zusammenhängenden Wehrbausystems, dessen Zentrum die Ta­taer Burg war. (Abb. 1.) Gesztes. Nördlich von der Ortschaft Várgesztes, auf dem Gipfel eines bewaldeten Berges steht die Burg von Gesztes, die unter den Burgen des Vérteser Festungssystems in ihren Massen die grösste, ihre Geschichte betreffend aber auch die bedeutendste war. (Abb. 2.) Wir kennen ihre erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1332. Damals war sie schon eine königliche Burg. In den Jahren 1387—88 mennt sie auch König Sigismund sein Eigentum Im Laufe des XV. Jahr­hundert ist die Geschichte der Burg mit den Tataer und Vitányer Burgen eng verbunden. Die Türken belagern Gesztes zuerst im Jahre 1529, später 1543., endlich vom Jahre 1588 an- wenn auch mit kleineren Unterbrec­hungen — besitzen sie die Burg etwa fünfzig Jahra lang. Im XVII. Jahr­hundert gehört Gesztes der Familie Csáky, die sie zu jener Zeit auch be­wohnt hat. Der Verfall der Burg beginnt im XVIII. Jahrhundert, als sie in den Besitz der Familie Eszterházy gelangte. Damals hat Josef Eszter­házy die Steine der Burg teils seinen Siedlern geschenkt, um die Ortschaft Várgesztes aufzubauen, teils Hess er sie zum Bau des Kamalduler —Klos­ters von Majk wegbefördern. Unsere Urkunden zeugen auch davon. Im Jahre 1932 wurde am südwestlichen Teil der Burg ein Touristeinhaus er­baut. Bis zum Jahre 1945 war Gesztes im Besitz der Familie Eszterházy. Im Jahre 1960 hat das Landesamt für Denkmalpflege die Wiederherstel­lung der Burg zum Zwecke eines Touristenhotels in Angriff genommen. Die Verfasserin dieser Zeilen verrichtete die Erschliessungsarbeiten die Wiederherstellung wurde nach den Plänen Ferenc Erdeis im Jahre 1963 beendigt. Die innere Burg hat einen regelmässigen rechteckigen Grundriss mit einem geschlossenen Hof in der Mitte, in den Ost- und Westflügeki waren je zwei ebenerdige gewölbte Räume. In den beiden östlichen Räumen, sowie im nordwestlichen Raum haber wir die Kämpfer der Gewölbe gefun­den. An der Hoffassade, im Niveau des I. Stockwerks, zog sich eine Kon­17* 259

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