Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 1. (Tata, 1968)

A Vértes hegység középkori várai

solenreihe hin. Auf der Stiege, die sich in der südwestlichen Ecke des Ho­fes befand, konnte man die Räume des ersten Stockwerks erreichen. Ihre ursprünglichen Eingangsöffnungen sind an der östlichen Seite erhalten. An der Aussenfassade der Burg sind die Fensterumrahmungen der Räume des ersten Stockwerks-besonders an der Nordseite- in ziemlich grosser Anzahl verblieben. Der Eingang der Burg, mit Zugbrückensystem, befin­det sich an der Nordseite. Der gotische steinerne Torrahmen, mit den Büchsensteinen in der Achse der Zugbrücke, ist beinahe ganz unversehrt. Die Wolfsgrube (Torgrube) vor dem Tore ist im Laufe der Ausgrabung zum Vorschein gekommen. An der Nordfassade- am westlichen Teilfan­den wir schon bei dem Beginn der Freilegungen einen anschliessenden mittelalterlichen Turm. Westlich vom Eingang haben wir die zweite, beim Turme die dritte Wolsgrube erschlossen, worunter die letztere aus einem früheren Raum umgebaut wurde. An die nordöstliche Ecke des Turmes war in der Türkenzeit eine Kasamatenreihe angebaut. Ihre kleinen Nischen hatten Ziegelgewölbe. Vor den Ost- Süd- und Nordfassaden der Burg, ferner bei der östlichen Abschlusswand der Kasamatenreihe haben wir türkische Backöfen gefunden. Zur Südfassade schliesst sich ebenfalls ein Turm mit quadratischem Grundriss an. (Abb. 5.) Die Burg war mit einer äusseren Wehrmauer umgeben, deren Überreste auf der heutigen Oberfläche noch sehen sind. An diesem Teil hat keine Ausgrabung statt­gefunden. Durch Vergleich der historischen Angaben und der Ergebnisse der Ausgrabung können wir den Bau der Burg in vier grössere Bauperioden teilen. Die Grundriss-Anordnung der inneren Burg, sowie die gotischen stei­nernen Umrahmungen aus dem XIV. Jahrhundert und das Ofenkachel­fragment mit dem Wappen Ludwigs des Grossen, weisen darauf hin, dass die innere Burg bis zur Nieveauhöhe des I. Stockwerks, ferner der Turm an der Nordseite, bis zur Mitte des XIV. Jahrhunderts erbaut wurden. In der zweiten Periode wurde die innere Burg um ein Niveau erhöht. Davon zeugen die für die Gotik der Sigismundszeit charakteristischen steinernen Umrahmungen, ferner die zum Vorschein gekommenen Ofen­kachelfragmente. Die Ausgestaltung der vom Nordturm westlich gelegenen Räume kann ebenfalls auf diese Epoche datiert werden. Am Anfang des XVI. Jahrhunderts hat man mit der Befestigung der Burg begonnen. Zu dieser Zeit wurde die erste Wolfsgrube vor dem Tor und die sich westlich anschliessende zweite erbaut. Infolge der Ausgestal­tung der doppelten Wolfsgrube wurde die Zugbrücke des ursprünglichen Eingangs abgeschafft, respektive umgesetzt. Die vierte und gleichzeitig letzte Bauperiode fällt auf die Türkenzeit, auf die zweite Hälfte des XVI. Jahrhunderts. Damals wurde die schon er­wähnte Kasamatenreihe erbaut, und die Räume vestlich vom Turm wur­den auch zu jener Zeit in Wolfsgruben umgebaut. Die Nischen mit Schiessscharten oberhalb des Toreingangs am Stockwerk sind ebenfalls türkischen Ursprungs. Zu den Denkmälern dieser Zeit rechnen wir auch die Backöfen um die Südfassade. 260

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