Horváth László – H. Bathó Edit – Kaposvári Gyöngyi – Tárnoki Judit – Vadász István szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 13. (2003)

Die Landwirtschaft von Dévaványa nach der Aufhebung der Leibeigenschaft

Die Leibeigenen des Marktfleckens trafen am 18. Oktober 1859 mit den Großbesitzern eine "Ewige Urbarialvereinbarung". Daraus war zu entnehmen, dass ein Fronhof zu dieser Zeit schon 54 Katasterjoch betrug. In der Vereinbarung wurde angegeben, mit wem sie vereinbart waren und sie wurde von 649 von den Leibeigenen unterzeichnet. Unabhängig davon waren die landwirtschaftlichen Umstände von Dévaványa ziemlich schlecht. Es verfügte über das wenigste Acker­feld in der Umgebung. (Dies dient als Beweis, dass es als Land­schaftseinheit lieber zum Großkumanien gehöre.) Das Mehrein­kommen entstand damals von den Röhrichtwiesen. Auch der Weidegrund spielte im wirtschaftlichen Leben der Stadt eine große Rolle. Die Qualität der Felder war in der Hinsicht aller Anbauzweige sehr niedrig. Die Bauernbewohner der Stadt waren zugleich dem sehr strengen Steuereintreibungsverfahren ausgeliefert. Sie baten auch um die Ermäßigung der strengen Steuereintreibung den königlichen Hof. Die Ackerfelder sehr schlechter Qualität, der Großbesitz be­deutender Menge und der Mangel an rentabler Wirtschaft führten dazu, dass die Stadt zur Jahrhundertwende für den Erhalt etwa 300 armer Familien sorgen musste. Die im Jahre 1860 durchgeführte Flurbereinigung beseitigte auch nicht im großen Maße die schwere Lage der Besitzer des Marktfleckens, sie machte einfach den Anbau der Felder relativ leichter. Zur Jahrhundertwende wurde der Hochwasserschutz der Flüsse Körös und Berettyó im Stadtgebiet vollendet, in dessen Folge wuchs die Größe der Ackerfläche. Davon war für die Stadtbewohner erwartet, die ziemlich schweren wirt­schaftlichen Verhältnisse mildern zu können. 188

Next

/
Thumbnails
Contents