Madaras László – Szabó László – Tálas László szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 8. (1993)
Szabó Géza: Új adat a kárpát-medencei és az északi bronzkor kapcsolatához
Das weist darauf hin, dass es zwischen der technischen Ausführung der ununterbrochen ineinanderhakenden Spiral- und der Spiralpaar-Verzierungen keine grossen Unterschiede gibt. Wie also zu erkennen ist, stimmen die ununterbrochen ineinanderhakenden. Spiralverzierungen an den nordischen Funden mit der Verzierung der Dunaföldvárer Gürtelscheibe genau überein. Besonders die gleiche Zeichnung der Mitte der Spiralen weist darauf hin, dass diese Verzierungen auf gleiche Weise - mit einem aus Draht gemachten Stempel - angefertigt wurden. An den Gürtelscheiben Kann man in der Regel 2-3, in einem Falle aber Spiralverzierung in 4 Reihen finden. Die in den Fundstellen von Sonderhaa, Gjedsted, Rundforbi gefundene Scheibe ist ähnlich der aus Dunaföldvár in 3 Reihen verziert. 96 Die Zahl sich in einer Spiralreihe befindenden Spiralen ist von dem Durchmesser der Scheibe abhängig. Zwischen diesen Zahlangaben - es scheint wenigstens so - gibt es keinen Zusammenhang: ohne jegliches überflüssiges Nachdenken wurden in einer Reihe so viele Spiralen verteilt, wieviel an dem bestimmten Kreisbogen nur Platz fanden. Die Verteilung der Spiralen scheint gleichmässig zu sein, was darauf ein Hinweis sein könnte, dass die Stelle der einzelnen Motive vorher abgemessen wurde. Nach der gründlicheren Untersuchung der Dunaföldvárer Gürtelscheibe erweist sich, dass bei der Verteilung der Spiralen ausse der Quantität auch mit dem Durchmesser der Glieder variiert worden ist. In der äussersten Spiralreihe ist die Gewindezahl der Spiralen 8-9, in der mittleren 7-8, und in der innersten einheitlich 7. Die Gewindezahl bestimmt immer den Durchmesser der Spiralen (Abb. 4., 14.). Auf Grund der Publikationen ist annehmbar, dass sich an den Gürtelscheiben, die in den Gebieten der nordischen Bronzezeit zutage kamen, sich die Gewindezahlen der Spiralmotive ähnlich gestalten, das könnte mit höchster Sicherheit aber nur nach näherer Betrachtung der Originalstücke behauptet werden. Auch mit der Zickzackverzierung begegnen wir uns öfters an den Gürtelscheiben (Rundforbi, Pedersker, Gjedsted). 97 Viele Variationen sind unter den Zickzackreihen der Scheiben zu beobachten. Es gibt keine zwei Gürtelscheiben, an denen die Zickzackverzierungen und die Teilungslinien auf gleiche Weise verteilt waren. Sogar auf der selben Scheibe kann die Struktur der Verzierung der Reihen voneinander abweichen, wie es zum Beispiel auf dem Stück von Pedersker der Fall ist. 98 Solange an der Dunaföldvárer Gürtelscheibe die einheitlich strukturierte Zickzackverzierung durch feines Radeln - welches die ausländische Fachliteratur als Schnur - oder Perlverzierung bezeichnet - abgeschlossen wird, wurde diese Verzierung an den nordischen Stücken, mit Ausnahme der Scheiben von Sonderhaa und Gjedsted, eher als selbstständiges Element Angewendet. 99 Mit Radeln verzierte Partien sind an den Scheiben von Olby und Borum Eshoj zu finden. 100 Am Rand der Gürtelscheibe von Dunaföldvár laufen vier feine Kanneluren entlang. Die Verzierung der Kanten mit winzigen Kanneluren ist auch an jenen Gürtelscheiben zu beobachten, die bei Borum Eshoj, Olby, Rundforbi, Sonderhaa und Gjedsted gefunden wurden. 101 Die Zahl der Kanneluren ist unterschiedlich, meistens 2-4. Die Kannelurenverzierung ist wahrscheinlich die Widerspiegelung des Geschmacks einer neuen Epoche. 102 Im Karpatenbecken zum Beispiel benutzte die Urnenfelderkultur gern diese Verzierungsart. Die besprochenen Gürtelscheiben sind in der Mitte mit einer kegelförmigen, oder mit einer, am äusseren Ende flachen, in einer Scheibe endenden Spitze versehen. Die Hälfte der jetzt untersuchten Gürtelscheiben hat eine kegelförmige, scharfe Spitze. An der Oberfläche des einen Teils dieser Hälfte sind Spiralpaare (Sonderhaa, Gjedsted) 103 an dem anderen Teil fliessend ineinanderhakende Spiralen zu sehen (Olby, Borum Eshoj, Saerheim). 104 Aber an den mit einet leicht walzenförmigen, flachen Spitze versehenen Scheiben findet man ohne Ausnahme fliessend ineinanderhakende Spiralen (Rundforbi, Pedersker, Langstrup, Stockhult). 105 Diese Abweichungen sind wahrscheinlich auf zeitliche Unterschiede zurückzuleiten. Die Spitze des Dunaföldvárer Fundes ist - was die Form betrifft - am meisten der Scheibe aus Rundforbi ähnlich. Das Ende der Spitze jener Scheibe ist aber abgebrochen, deswegen kann heute nicht mehr beurteilt werden, ob es ein Kegel war, oder in einer kleinen Scheibe endete. 106 Ihre Spitze ist jedenfalls auch schief, wie die von der Dunaföldvárer Scheibe. Es ist an Hand zahlreicher dänischer Funde eindeutig, dass im laufe der Zeit an der kegelförmigen Spitze des Gürtelschmucks immer 117