Madaras László – Szabó László – Tálas László szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 8. (1993)

Szabó Géza: Új adat a kárpát-medencei és az északi bronzkor kapcsolatához

grössere und immer reicher verzierte Endscheiben erschienen. Die einzelnen Typen aber konnten auch nebeneinander, parallel existieren, wie es uns die Spitzen des stockhulter Hortfundes zeigen. 107 Der Durchmesser der untersuchten Gürtelscheiben konnte Verte zwischen 15 und 28 cm betragen. Zwischen der Grösse der Scheibe, den Verzierungsmotiven und der Form der Spitze ist scheinbar kein Zusammenhang. Natürlich Hess der grössere Durchmesser die Ausarbeitung mehrerer verzierter Partien zu. Der Durchmesser der mit 4 Spiralreihen verzierten Gürtelscheibe ist 28,2 cm (Langstrup). 108 Der Durchmesser der Scheiben, die mit zwei Spiralreihen versehen wurden hat Verte um 15 cm (Egtved, Saerheim) 109 , kann aber auch 22 cm betragen (Pedersker). 110 Der 19 cm betragende Wert des Durchmessers der Gürtelscheibe von Dunaföldvár steht dem 22 cm grossen Gürtelschmuck von Pedersker und dem 18 cm grossen Schmuck von Borum Eshoj am nähesten. Die Spur des in den Gebieten der nordischen Bronzezeit auch bei der Herstellung von Gürtelscheiben angewandten Übergiessens 111 ist auch auf unserem jetzt untersuchten Gegenstand vorzufinden. Bei der Reparatur der eingerissenen Gürtelscheibe hat der ehemalige Meister nicht nur den Riss beseitigt, sondern hat auch die ganze Hinterwand durch übergiessen mit einer dünnen Bronzeschicht verstärkt (Abb. 1-2.). Mit dem Ergebnis war er aber wohl unzufrieden, denn er hat das ganze "Manöver" wiederholt (Abb. 8-9). Unter den zahlreichen Angaben über den Überguss habe ich bisher nicht eine gefunden, in der Überguss über die ganze Oberfläcke ausgebreitet, Fall gewesen wäre. Die Metallanalyse hat zwischen der Zusammensetzung der einzelnen Schichten nur geringe Abweichungen festgastellt. 112 Auf der Scheibe von Dunaföldvár, ist am Fuss der schiefen Spitze eine dünne Bruchlinie zu sehen. Eine Ursache für das Varbiegen der Spitze könnte sein, dass sie später gegossen wurde. Dies unterstützt auch die Tatsache, dass die Verkrümmung an anderen Scheiben auch zu erkennen ist, bei der Scheibe aus Langstrup ist sogar eindeutig feststellbar, dass die Spitze und die kleine Öse zur Befestigung nachträglich, durch Übergiessen angefertigt wurde. 113 Zur Klärung der Probleme im Zusammenhang mit dem Ankommen der Gürtelscheibe im Kar-patenbecken werden noch mehrere funde benötigt. Hier wollte ich nur mit der Fragestellung auf die Kompliziertheit des Problemkreises hinweisen. 114 " 116 Am engsten mit der Dunaföldvárer Scheibe, sind in Form, Verzierung, Motiv, Technik, Anfertigungsmethode und sogar in der Beschädigung der Spitze die Scheiben von Rundforbi und Pedersker verwandt. K. Randsborg datiert diese Funde an die Subperiode II. (III. Periode). Zwar indirekt, aber dies wird ebenfalls durch die C14-Datierung der Gräber von Melhoj und Skrydstrup verstärkt. Die III. Periode - an Hand des Importgegenstandes - kann ihren Anfang frühstens in der Reinecke - BD Zeitepoche haben. Die nordische und die einheimische Forschung ist sich darüber einig, dass die Mehrheit der Bronzegefässe vom Blatinca-Typ und der nordischen eingeführten Trensen an Reinecke-BD-H A datiert werden kann. Ich datiere auf Grund dieser Kanntnisse die bei den Bauarbeiten der Dunaföldvár Solt Eisenbahnlinie zutage geförderte, reich verzierte bronzene Gürtelscheibe an die Zeitepoche Reinecke-BD-H A. Meiner Meinung nach beweist das Fehlen der zur Befertisgung dienenden kleinen Öse auch, dass es zwischen der Herstellung der Scheibe und ihrem Versinken in den Boden nicht nur einen geographischen, sondern auch einen bedeutenden zeitlichen Abstand gibt. Der in dem Gebiet der nordischen Bronzezeit hergestellte, mit der Tracht eng verbundene Be-kleidungsschmuck kam im Karpatenbecken auf vorläufig nicht genau bestimmbare Weise an. An Hand der nordischen Parallelen konnte die Anfertigung der Gürtelscheibe in der Reinecke-BD-H A erfolgen. Auf die sich belebenden Beziehungen hinweisenden Importtrensen und Bronzegefässe lassen mit grosser Wahrscheinlichkeit anmuten, dass das Versinken in den Boden eher in der zweiten Hälfte der H A-Periode, gleichzeitig mit den Hortfunden vom Kurd-Тур gewesen sein könnte. Die vorgeführte Gürtelscheibe aus Dunaföldvár ist ein neuer Beweis der Beziehungen zwi-schen dem Karpatenbecken und der nordischen Bronzezeit. Zur Erforschung dieser Beziehungen wollte ich mit der Beschreibung einer in der Mitte des Karpatenbeckens aufgetauchten nordischen Gürtelscheibe beitragen. 118

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