Kaposvári Gyula szerk.: Szolnok Megyei Múzeumi Évkönyv (1978)

László Szabó: WORTGESCHICHTLICHER HINTERGRUND EINES GEGENSTANDES

Die andere Angabengruppe über die Gabel konfron­tiert die beiden Typen als einen einfachen, häuslich verfertigbaren bzw. einen anderen mit komplizierter Struktur, der die grössere Fachkenntnis eines Hand­werkers beansprucht. Eine Gabel mit gespaltenen Zinken konnten nämlich auch geschickte örtliche Bauern aus einem Holzstück herstellen, das sich beim Ende verbrei­tete. Zur Bearbeitung des Holzes brachten sie nur Werk­zeuge ihres einfachen Bauernhaushaltes. Zur Gabel mit angebauten Zinken sind spezielle, nur bei den Hand­werkern vorhandene Werkzeuge nötig. Die Informatoren konfrontieren die beiden Geräte auch als einen stärkeren, dauerhaften, schwereren, mas­siven und einen schwächeren, kurzlebigen, aber leicht verwendbaren Typ. Die Gabel mit gespaltenen Zinken kann nämlich nur aus einem Holzstück hecgestellt wer­den, das beim Ende einen immer weiteren Durchschnitt hat, immer dicter ist, da die Zinken selbst aus dem Stiel gebildet werden. Das erschwert die Gabel, obwohl sie aus einem Stück bestehend stärker ist, als die Gabel mit angebauten Zinken. Letztere kann nämlich nur aus einem Holzstück gemacht werden, das beim Ende immer schmaler ist. Die mittlere Zinke der Gabel ist in diesem Falle die organische Fortsetzung des Stiels, wozu die anderen beiden Zinken verzapft, genagelt werden. Das erleichtert zwar die Gabel, sie ist aber nicht so stark, dauerhaft, da die Werzapfung nach einer Zeit lose wird. Es muss gedübelt werden, sonst wird die Gabel bei einer 173

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