Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)
Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet
Ausgräberin nach zum Grab gehören konnte. 584 Im Grab 49 desselben Fundplatzes stieß man auf eine große Lanze und eine ebenfalls große Schildfessel neben dem konischen, deformierten Schildbuckel. 585 Aus den deformierten, stark verrosteten Eisenstücken schließ Emese Lovász darauf, daß man auch einfachere Holzschilde ohne metallenen Schildbuckel trug, auf denen nur die Schildfessel aus Eisen gewesen sein könnte. 586 Die späten Schildtypen waren in weitem Kreis bekannt. Die ovalen und kreisförmigen Schilde waren z. B. auch in Abhasia, im spätrömisch-byzantinischen Grenzgebiet heimisch. Hier wiesen die ovalen Schilde eine Größe von 75 x 50 cm auf, und der Durchmesser der runden Exemplare betrug 60-70 cm. 587 Waffenbeschädigung Die in den sarmatischen Gräbern vorgekommenen Waffen weisen manchmal die Spuren von absichtlichen Beschädigungen auf. Außer den oben behandelten Beschädigungen der Schilde kann auch ein Teil der Schwerter erwähnt werden, die ähnliche Deformierungen im Laufe der Bestattungszeremonien erleiden konnten. In Tiszavalk kam das im Grab 6 in der Waffenkombination Schwert-Lanze-Schild gefundene Schwert ebenfalls in beschädigtem Zustand vor. Es wurde nicht nur gebrochen, sondern der vom Griff aufgebrochene Klingenteil bog sich bei der Beschädigung. 588 Über dieses Schwert teilt Eszter Istvánovits die folgende Kritik mit: „Aus der Publikation geht es aber nicht klar hervor, 589 ob es welcher Gruppe zuzuordnen ist. 590 Im unteren Drittel wurde nämlich das Schwert nach der Grabzeichnung gebrochen, und es konnte sich bei der Grablegung eher nur verrücken. Auf der Zeichnung des Gegenstandes wurde aber ein bogiges Schwert dargestellt. Diese Form konnte die Waffe eher im Laufe der Restaurierung gewonnen." 591 Diese Deutung ist verfehlt. Die Lage des Skelettes (nach außen aufgezogene Knie, die Lage der Füße innerhalb der Linie der Knie, „Froschposition") weist darauf hin, daß der Tote sorgfältig in die sehr breite Grabgrube gelegt wurde. 584 LOVÁSZ Emese 1987, 11, Abb. 1. 585 LOVÁSZ Emese 1987, 11. 586 LOVÁSZ Emese 1987, 11. 587 WORONOW, Ju. N. - SCHENKAO, N. K. 1982, 132. Ovale Schildform: Abb. 5/1, kreisförmige Schildform: Abb. 5/2 und KAZANSKI Michel 1994, Fig. 7. 1^1. 588 Die Grabzeichnung stammt aus der Grabungsdokumentation von Pál Patay aus dem Jahre 1966. Die Zeichnungen der Dokumentation wurden in der Publikation nicht retuschiert! Die Teile des Schwertes wurden nicht gleichzeitig restauriert: Im Laufe der Restaurierung des unteren Teiles strebte man nicht nach der Konservierung, sondern das Schwert wurde bis zum Eisenkern gesäubert. 589 GARAM Éva - VAD AY Andrea 1990, 182, 207-208, Abb. 10/11-12. 590 D. h. den gebrochenen oder gebogenen Schwertern. 591 ISTVÁNOVITS Eszter 2000, 313. 104