Agria 31.-32. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1995-1996)
Vaday Andrea: Szarmata temetőrészlet Kompolton
hin, und andererseits die Tatsache, daß sehr viele römerzeitliche Gegenstände in den awarischen Gräbern sowohl in der Tiefebene als auch in Transdanubien vorkommen. Bei einem Teil der Gräber ist es ebenfalls zu beobachten, daß die Raubgrube im mittleren Bereich des Grabes ausgehoben wurde, und sich die sarmatischen Grabbeigaben und Gegenstände überwiegend in der oberen bzw. unteren Region des Körpers befanden. Diejenige, bei denen der mittlere Bereich des Grabes reicher ist, sind die Awaren. Auch in Kompolt lag die awarische Siedlung dem sarmatischen Gräberfeld nahe. In der Ausfüllungserde des ausgeraubten sarmatischen Grabes 260 wurde ein awarisches Gefäßbruchstück gefunden, was in diesem Fall die awarische Zerstörung eindeutig macht. In der Ausfüllung des ebenfalls ausgeraubten Grabes 185 kam ein Lehmbewurfstück vor. Das weist auf das, im Laufe der Zerstörung in die Ausfüllung gelangte Siedlungsmaterial hin. An der Grenze des sarmatischen Gräberfeldes befand sich der Rand des spätawarischen Dorfes - die Brennöfen für Keramik standen nämlich hier -, was aber darauf hindeutet, daß sie auf die Gräber des früheren sarmatischen Gräberfeldes stoßen konnten. 62