Agria 31.-32. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1995-1996)

Vaday Andrea: Szarmata temetőrészlet Kompolton

Fuß zugeordnet werden können. Die Ohrgehänge von Kompolt sind von gewickel­tem Typ. Ein charakteristisches Stück des späten Fundmaterials ist das Ohrgehänge mit Öse-Haken-Verschluß, breiter Drahtwicklung und mit Perlenaufsatz (Grab 400). Die im behandelten Gräberfeld vorgekommenen Schnallen können in zwei Typen eingereiht werden. Die Doppelschnallen weisen eine sich zurückgebogene, vierecki­ge Schnallenplatte mit halbrundem Schnallenkopf, mit mehreren Nägeln halbkugeli­gen Kopfes, mit gegliederten Knöpfen, bzw. mit einem, sich mit einem gegliederten Knopf verschließenden Schnallen Scharnier auf. Es kann die Befestigung am Gürtel mit einem Eisenring beobachtet werden. Der silberne Blechring (Grab 371) gilt als ein selten auftauchender Fund. In Kompolt kamen Armringe mit offenem Ende vor. Die Messer sind einschneidig, aber es gibt auch für das späte Material kennzeich­nende lange Streitmesser. Im Karpatenbecken ist die perlbestickte Tracht der Frauen kennzeichnend. In Kompolt kamen importierte amorphe Korall-, polygonale Karneol- und Kalzium­/Muschelperlen vor. Außerdem wurden überwiegend Glasperlen, nämlich kugelige, gedrückt kugelige und ringförmige Perlentypen mit und ohne Basis gefunden. Biko­nische Glasperlen tauchen seltener auf. Die sog. traubenbeerenförmigen, bzw. die mehrgliedrigen, zwischen zwei Schichten vergoldeten Perlen sind noch seltener ver­treten. Zu den frühesten Funden des Gräberfeldes von Kompolt gehören die römischen Gefäße, bzw. die barbarischen Imitationen des römischen Dr. 33-Typs. Im Keramik­material sind sowohl die römischen Gefäße als auch die germanischen Charakters und die römischen Imitationen von chronologischer Bedeutung. In diesem Gebiet weist das gleichzeitige Vorhandensein der erwähnten drei Fraktoren auf die späte Severus-Zeit hin. Aufgrund des Fundmaterials entspricht die chronologische Lage des Gräberfeldes der ähnlichen Periode der Gräberfelder in der Landschaft Horto­bágy. Obwohl einige Elemente des Perlenbestandes schon in der mittelsarmatischen Periode auftauchten, sind die langlebigen Formen im Barbaricum und in größerer Zahl im 4. Jahrhundert kennzeichnend. Das Kreisdiagramm 7 zeigt, was für Über­einstimmungen der Perlentypen die einzelnen Gräber aufgrund des Perlenbestandes aufweisen können. Die Überdeckungen und Übereinstimmungen sprechen auch in diesem Fall für die späte Datierung. Die Fibelfunde bestätigen das ebenfalls, und auch die chronologische Lage der abgewetzten Münzen ist ähnlich. Auch die Ohr­gehänge mit Perlenaufsatz sind für die späte Periode charakteristisch. Eine wichtige Tatsache ist, daß sich der Fundort 15/1 von Kompolt außerhalb der sarmatischen Schanze, nördlich davon befindet. Bei der Datierung der Errich­tung der sarmatischen Schanzen spielte auch das Argument eine Rolle, wonach kei­ne sarmatische Siedlung bzw. kein sarmatisches Gräberfeld außerhalb der Schanze lag, da die Schanze die Grenze des sarmatischen Gebietes verteidigte. Nimmt man an, daß die Schanzen spätestens während der Regierungszeit von Konstantin errich­tet, bzw. die Umbauarbeiten bis dahin beendet wurden, stellt die chronologische La­ge des Fundortes Kompolt die Argumentierung in Frage, wonach keine sarmatische Anwesenheit außerhalb der Schanze nach der Regierungszeit Konstantins des Gro­ßen zu beweisen ist. Über die im behandelten Gräberfeld registrierten zahlreichen beraubten Gräber: Es ist ein Gemeinplatz, daß die sarmatischen Gräberfelder ausgeraubt wurden. In Beziehung mit den Grabräuben warf ich schon die Möglichkeit auf, daß diese teils an die Awaren zu knüpfen sind. Darauf wiesen einerseits die, dem ausgeraubten Gräberfeld nahe liegenden oder sich teils darauf gelagerten awarischen Fundorte 61

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