Agria 31.-32. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1995-1996)

Vaday Andrea: Szarmata temetőrészlet Kompolton

mit dem Kopf nach der breiteren südlichen Gundlinie des Trapezes gerichtet wur­den, können die Gräber nach dem Geschlecht der Toten folgendermaßen verteilt werden: drei Männer- und acht Frauengräber bzw. in fünf Fällen war das Gesch­lecht unbestimmbar. Die Verteilung der in die entgegengesetzte Richtung gelegten Toten ist inner­halb des Types III: drei Männer, eine Frau und zwei Personen unbestimmbaren Geschlechtes (Graphikon 5). Untersucht man die Grabformen nach dem Lebensalter, sieht das Bild folgendermaßen aus: Zum Typ 1 gehören die Gräber von 15 Erwach­senen und das Grab eines Kindes. Innerhalb des Typs II ist die Verteilung die gleiche, d.h. 15 Erwachsene und ein Kind. In den Typ III können die Gräber von drei Erwachsenen und das Grab eines Kindes eingereiht werden. Die ergänzende Angabe zur Grabform ist der Grabindex. In diesem Gräberfeld zeigen die Grabindizes eine verhältnismäig kleine Streuung. Unter 1,5 kann der Index der Gräber nicht be­stimmt, oder genauer nicht bestimmt werden. Für dieses Gräberfeld ist die Indexan­gabe zwischen 2 und 3, nämlich die 3,5 kennzeichnend. Nur drei, zwischen 3,5 und 5 befindlichen Gräber vertreten den positiv vorspringenden Wert (Graphikon 6). Die trapezförmigen Grabformen in Gräberfeld von Kompolt gelten nicht als ungewöhn­lich. Im Gräberfeld von Szabadka wurden Analogien beobachtet. Eine Doppelbe­stattung, die wegen des Grabraubes ausführlicher leider nicht deutbar ist, wurde im Grab 260 freigelegt. Es ist auffallend, daß die Belegung von mehreren Toten in das gleiche Grab im Karpatenbecken nur selten beobachtet werden kann. Wenn es aber vorkommt, wie in Geszteréd, Hortobágy, Jászalsószentgyörgy und Madaras, waren die Gräberfelder Kurgan-bzw. Hügelgräberfelder, in denen die Gräber mit einem Graben umgeben wurden. Beigaben: Die Gefäße kommen im Fußbereich der Toten in den sarmatischen Gräberfeldern allgemein vor. Das gilt auch in Kompolt. Das Fundmaterial des Gräberfeldes von Kompolt (Abb. 2-20) weist zahlreiche verwandte Züge mit den Gräberfeldern mit Hügelgruppen im nördlichen sarmati­schen Randgebiet auf, besonders mit denen der Landschaft Hortobágy. In Kompolt konnten Gefäßbeigaben in 17 Gräbern von den 44 trotz des Grabraubes bewiesen werden. Eine andere typische Art der Beigaben vertreten die römischen Münzen im Frauengrab 300 und 360. Eine dritte Art der Beigaben repräsentieren die in den Fra­uengräbern gefundenen Spinnwirtel. Sie kamen in Grab 360, 371 und 400 vor, die mit einem Graben umgeben waren. Der im Grab 400 zum Vorschein gekommene Spiegel ist ebenfalls zu den kennzeichnenden Beigaben zu rechnen. Dieses Grab be­fand sich in dem, auch mit einem Graben umgebenen Areal des freigelegten Grä­berfeldsteiles, so kann der Spiegel als die Beigabe eines, auch dem Ritus nach her­vorragenden Grabes betrachtet werden. Der Spiegel lag unter den, in die zerstörte Grabgrube zurückgeworfenen Knochen. Das ist der erste römische Bleispiegel im Barbaricum. Das Glas des Spiegels zerbrach im Laufe des Grabraubes, die Glas­scherben lagen ebenfalls unter den Knochen. So ist die absichtliche, rituelle Be­schädigung in diesem Fall auszuschließen. Im ausgeraubten Frauengrab 371 gab es einen Mahlstein. Mahlsteine als Beigaben kommen in den sarmatischen Bestattun­gen im Osten vor, aber sie tauchen im Karpatenbecken sehr selten auf. Man kann eindeutig auch nicht bestimmen, ob es hier in Beziehung mit dem Mahlstein um eine Sitte geht, oder er zufällig, aus dem Material der umliegenden Siedlung in die Grabausfüllung gelangte. Das Fundmaterial: In Kompolt kamen sieben Fibeln bzw. Fibelbruchstücke zum Vorschein. Die auswertbaren Stücke sind ausnahmslos barbarische Produkte, die den ein- und mehrgliedrigen Fibeln mit umgeschlagenem oder seitwärts geschlagenem 60

Next

/
Thumbnails
Contents