Agria 27.-28. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1991-1992)

Szabó J. József: Régészeti adatok a Heves megyei középkori Szikszó falu történetéhez

/. József Szabó Archäologische Angaben zur Geschichte des mittelalterlichen Dorfes „Szikszó" im Komitat Heves 1987 retteten wir in der Gemarkung von Füzesabony (Nordungarn, Komitat He­ves) die archäologische Funde von 40 Gräbern eines frühmittelalterlichen, grössenteils zerstörten, bzw. aufgewühlten Gräberfeldes (Abb. 1/A). Die Skelette waren mit gewis­sen Schwankungen in Richtung W-O orientiert (Abb. 2-9). Bei der Altersbestimmung der Bestattungen spielen die Silbermünzen (Abb. 10/5, 7; 11/8 - CNH. I. 12-13.) von König Andreas I. (1046-1060) eine äusserst wichtige Rolle. Ausser den Münzen unterstützen auch die geflochtenen und tordierten, silber­nen Fingerringe (Abb. 10/1-3), Haarringe mit S-Enden (Abb. 11/4-7), eine Pasta-Perle mit Silber-Folie (Abb. 10/6) die Datierung auf die Mitte, bzw. zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts. In der Nähe des Gräberfeldes sammelten wir an der Bodenoberfläche Bruchstücke mittelalterlicher Tongefässe (Abb. 12, 13, 15), sie deuten auf eine einstige Siedlung hin . In einer Entfernung von 300 m stehen noch die Mauern einer grössenteils ruinierten Kapelle aus der Barockzeit, in diesen Mauern sind romanische, gemeisselte, an einer zweiten Stelle eingebaute Steine (Abb. 14.) einer mittelalterliche Kirche zu sehen. Auf Grund des hiesigen, heute noch immer lebendigen geographischen Namens sind das hiesige Gräberfeld und die hiesige Siedlung mit dem, in den mittelalterlichen Urkunden als „Szikszó" erwähnten Dorf zu identifizieren, das erst im Laufe der Wiede­reroberungskriege, am Ende der Türkenherrschaft, in den 80-er Jahren des 17. Jahr­hunderts endgültig verwüstet wurde. 180

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