Agria 19. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1982-1983)

Kozák Károly: Árpád-kori falu maradványainak feltárása az egri várban I.

Valter, I 1981. Árpád-kori kovácsműhely Csatáron (Zala megye). Iparrégészeti kutatások Magyaror­szágon Sopron, 1980. július 28-30.123-131. Veszprém. Károly Kozák Freilegung der Reste eines Dorfes aus der Árpádenzeit in der ßurg von Eger. I. Bei der seit fünfundzwanzig Jahren fortlaufend durchgeführten Freilegung der Burg von Eger fanden wir oftmals, im allgemeinen mit anderen mittelalterlichen Material zu­sammen, kleinere oder größere Gefäßbruchteile. Im Laufe der Baudenkmal-Wieder­herstellung in den Jahren 1966-67 zeigte sich, daß die Burgmauer zwischen der Gergely­Bastei und der unter dem Namen „Törökkert" („Türkengarten") bekannten Bastei, welche die Mauer der ehemaligen äußeren Burg war, bzw. die später gebaute Unterstüt­zungsmauer keine Grundmauer hat. Im Interesse der Sicherung der in eine beträchtliche Höhe hinauflaufende Mauer beschloss das Landesinspektorat für Kunstdenkmalpflege die Untermauerung dieser Teile mit starken Pfeilern. Die Untermauerung erfolgte ab­schnittsweise. Bei der Ausgrabung der Gruben für die Pfeiler kamen - aus einer un­berührten Schicht - zahlreiche Gefäßbruchteile aus der Árpádenzeit zum Vorschein, die wir als Denkmalmaterial eines vernichteten Dorfes betrachteten. Von diesen Spuren aus­gehend, beschlossen wir die Freilegung der unter der erwähnten Burgmauer sich ausdehn­enden und sich in der Richtung der Gergely-Bastei ein wenig ausbreitenden Fläche (Terrasse) (1. Bild). Sehen wir uns vor dem Bekanntmachen mit dieser Freilegung zunächst das archäologische Material an, welches aus dem „Türkengarten" (Torschutz­bastei „Törökkert") zum Vorschein kam (2-4. Bild). Der in der Burg von Eger, im Sektor I — II. freigelegte, vermutlich mit einem quadra­tischen Grundriß kleine Bau war vielleicht eine Schmiede. Das im Sektor III—IV. teils freigelete Gebäude konnte wahrscheinlich ein gedielter Trockenraum der im Sektor V. freigelegten Töpferwerkstatt gewesen sein. Auf einen Gebrauch dieses Gabäudes zu solchem Zwecke deutet die große Zahl der Gefaßfunde hin. (5-20. Bild.) Über die Feuerstellen können wir momentan nur soviel sagen, daß sie sich im Inneren, in der Ecke der freigelegten Häuser befinden. Die großen Ausmaße der im Sektor VII. freigelegten großen Ofens sind besonders bemerkenswert. Es stellte sich aber bisher noch nicht heraus, ob er ein alleinstehender Bau gewesen war, oder zu einem Haus gehört hatte. Sein Ausmaß und ein unter der Backfläche plaziertes, mit Steinen bedecktes Niveau weist darauf hin, daß in ihm für eine größere Gemeinschaft (Bistum) Brot gebacken worden ist. (21—32. Bild.) Von den in den Gebäuderesten, in den dazwischen liegenden Sektoren und in den Arneitsgruben gefundenen Gefäßen und Bruchteilen können wir vorläufig nur das sagen, daß sie — aufgrund ihrer Form, Verzierung und ihres Materials — in dem Zeitabschnitt zwischen dem Ende des 10. Jahrhunderts und dem 13. Jahhundert verfertigt und ge­braucht worden sind. Ihre Parallelen sind außer bei den in dieser Arbeit erwähnten Fundorten auch in anderen Gebieten des Landes und in der Slowakei auffindbar. Zusammenfassend entfaltet sich folgendes — wenn auch nur skizzenhaftes — Bild vor uns von der in der Burg von Eger freigelegten Siedlung, die im Laufe der in anderen Teilen der Burg durchgeführten Arbeiten gewonnenen Beobachtungen auch berücksich­tigend. Nach Zeugnis der freigelegten Friedhöfe und Gräber waren im 10. Jahrhundert 109

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