Agria 19. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1982-1983)

Kozák Károly: Árpád-kori falu maradványainak feltárása az egri várban I.

mehrere kleinere Siedlungen im Tal des Eger-Baches. Diese Gruppe von Siedlungen er­reichte in der 2. Hälfte, gegen Ende des 10. Jahrhunderts, sich nach Norden ausdehnend, den Hang des Berges, welcher sich über den Bach erhob. Diese Siedlung trug vermutlich ­wie es schon auch früher behauptet wurde - aus der auch noch heute gebrauchte Be­nennung Álmagyar zurückgeschlossen, den Namen Megyer. Der Friedhof lag oberhalb des Dorfes auf dem Berg, auf der Fläche der in der Burg freigelegten mittelalterlichen Kathed­rale und ihrer Umgebung. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die in der Zeit des Fürsten Géza gestartete Bekehrung die Dorfes des Eger-Tales, welches ein fürstlicher Gutsbesitz ge­wesen war, und wo zur Zeit der Gründung des Bistums (1000-1009) schon eine bedeu­tende Anzahl Christen lebten, erreichte. In diesem meinen wir die zur Auswahl des Ortes de Bistums von Eger führenden beiden wichtigen Ursachen auch andere Motive nicht ausschließend - zu finden: das fürstlich-königliche Besitztum („Besitzzentrum") und das Dasein einer zahlenmäßig bedeutenden christlichen Einwohnerschaft. Zu den anläßlich der Gründung des Bistums getätigten königlichen Gutsschenkun­gen gehörte auch das Galände des Eger-Tales samt seinen Dörfern. Darunter war Magyar (Megyer), am Fuße des Berges zunächst des Bistums. Aus der im Laufe der Freilegungen gemachten Beobachtungen kann man eindeutig feststellen, daß die in der Zeit der ersten Bekehrung oder der Gründung des Bistums gebaute erste Kirche auf dem Friedhof, wel­cher sich am „hervorragendesten" Punkt des Berges befunden hatte, errichtet wurde. Diesen Umstand können wir als eine Äusserung des christlichen Totenkults werten. Ein ähnliches Beispiel kennen wir auch aus anderen Teilen des Landes. Aus dem bisherigen folgt direkt, daß das nächstliegende Dorf die zum Alltagsleben des Bistums gehörenden unmittelbarsten Dienstleistungen (die Bereitung von Nahrungsmitteln, das Brotbacken, die Geschirr fertigung, tägliches Fuhrwerken, usw.) versah. Diese Aufgabe forderte dann die Verstärkung des Dorfes mit Handwerkern, den Bau von Werkstätten; alldies führte zur Bebauung des südlichen Abhanges des Burgberges. Laut Prüfung des Fundmaterials konnte dieser Vorgang bis zur 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts, bis zur Wiederherstellung der zur Zeit des Tatarenzugs zerstörten Kathedrale bzw. bis zum Aus­bau der ersten Steinburg dauern. Zu dieser Zeit konnte sich das anfangs nur am Fuße des Berges ausgedehnte Dorf in zwei Einheiten (Álmagyar und Feimagyar) umgestalten. In­folge der Verminderung der Einwohnerschaft unter dem Tatarenzug und mit Hinsicht auf die Verteidigungsmöglichkeiten der ausgebauten Burg lebte und entwickelte sich im 14­15. Jahhundert nur Álmagyar weiter. (Dieser Versuch zur Bestimmung des Namens der Siedlung in der Burg wird auch vom Dasein des Eger benachbarten Dorfes Felnémet unterstützt, wo hingegen der Name Alnémet verschwunden ist.) Soweit konnten wir unsere Kenntisse über die in der Egerer Burg freigelegten Siedlung aus der Árpádenzeit in groben Umrißen zusammenfassen. (33. Bild.) Das geschah in der Hoffnung, daß die restlichen Sektoren und die Auswertung der an anderen Teilen der Burg freigelegten Reste und Funde uns zur Erweitung des jetzt skizzierten Bildes und zur Verstärkung des Obengesagten helfen werden. 110

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