Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 14. (1976)

Mihály Péter: A Heves megyei kaptárkövek topográfiája

Péter Mihály TOPOGRAPHIE DER BIENENSTOCKSTETNE IM KOMITAT HEVES Die Notwendigkeit der Zusammenstellung der Bienenstocksteinetopographie Komitats Heves wurde durch die Mängel der vorherigen Forschungen, wie auch durch das rasche Vergehen des Gesteinmaterials begründet. Im Laufe des Auf­messens im Unter-Bükk-Gebiet, zwischen den Dörfern Noszvaj und Sirok, haben des wir bei 30 Bienenstocksteinen 175 Nischen gefunden. Weiter von hier, am Fusse des südlichen Mátra-Gebirges, am Rande des Dorfes Gyöngyössolymos war auch ein Bienenstockstein da, aber dieser ist schon dem Untergang zum Opfer gefallen. Die bisherigen Forschungen haben den Zweck des Bestehens der Bienennischen mit der Felsenbienenzucht in Zusammenhang gebracht. Auf den Gebieten der Komitate Borsod und Heves wird die Verfertigung und Benutzung derselben der Kabaren­Bevölkerung und deren Nachkommenschaft, denPalozen, welche mit den Landes­eroberern ins Land gekommen sind, zugeschrieben, aber auf das Ethnikum des Komitats Pest ging man nicht ein. Die Zeit der Verfertigung und Benutzung kann man — auf Grund der ans Tageslicht gekommenen Funde (Keramik) zwischen dem XI—XV. Jh. datieren. Die Bienennischen in Ungarn sind nicht nur in Riolittuffstein zu finden, sondern auch in Felsen aus anderem Steinmaterial aber nur auf den Gebieten der Komitate Pest, Heves und Borsod-Abaúj-Zemplén. Im Falle von Bienenzucht ist diese Isoliertheit ungewöhnlich, denn Felsen ähnlichen Materials kommen auch anderswo vor. Die Verteilung der Fundstellen und die relativ geringe Zahl der Bienennischen, das Aufhören der bedeutenden wirtschaftlichen Beschäftigung im XV. Jh., der völlige Mangel von schriftlichen Angaben, die Widersprüchlich­keit der Bienenstockstein-Traditionen und die Unklarheit, welche sich auf das Ethnikum (Kabaren u. Palozen) bezieht machen es notwendig, dass die Zumutung, welche auf volkstümliche Bienenzucht hinweist, überprüft wird. Die Bulgarischen Analogien der Bienenstocksteine (Hochebene Provadia: Gemeinden Rojak und Madara) beweisen das Vorkommnis von Bienennischen und Mönchwohnungen zusammen. Dieses Ethnikum aber wurde von bulgarischen, byzantinischen oder anderen Mönchen geschaffen, welche ihre Wohnstellen in den Felsen ausgebildet haben, also verstanden sich diese auf die Steinbearbeitung sehr gut. Dieses Ethni­kum hat auch die Bienenzucht in Bienennischen ausgeübt. Die Benutzung der Mönchwohnungen von Rojak und Madara kann auch zwischen dem XL und XIV. Jh. datiert werden. Die Bienenstocksteine und Felsenräume, wie auch ihre Bezie­hungen zu den Ortsnamen im Komitat Heves, die Beispiele des gemeinsammen Vorkommnisses, sind einer ernsteren Überprüfung würdig. Die Suche nach auslän­dischen Analogien und die Auswertung der ungarischen Angaben, bilden die weite­ren Aufgaben der Forschung. 292

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