Horváth László szerk.: Mátrai Tanulmányok (Gyöngyös, 2003)

Horváth László: Vámosgyörk története a törökkortól a jobbágyfelszabadításig

MISÓCZKI Lajos 1993. Vámosgyörk. Látnivalók. Tájak-Korok-Múzeumok Kiskönyvtára 469. sz., Budapest, 1-16. SOÓS Imre 1975. Heves megye Községei 1867-ig, Eger SZAKÁLY Ferenc 1998. Előszó. In: BAYERLE Gusztáv A hatvani szandzsák adóösszeírása 1570­ből, Hatvan, 7-14. SZEDERKÉNYI Nándor 1893. Heves vármegye története IV., Eger László Horváth Die Geschichte von Vámosgyörk von der Zeit der Türkenherrschaft bis zur Bauernbefreiung Die Türken unterwarfen 1544 Vámosgyörk und seine Umgebung. Über Vámosgyörks türkische Alltage berichten wenige zeitgenössische Quellen. In das damalige Dorfleben lassen hauptsächlich die Steuerlisten einblicken. Von diesem Quellentyp wurden gleich "zwei Variationen" gemacht, weil auch Györk die Doppelbesteuerung nicht vermeiden konte. Neben der türkischen Schatzkammer und dem Gutsherr nahmen sowohl der ungarische Gutsbesitzer, der König und als auch die Kirche ihren Anteil ein. Dieser Zustand dauerte von 1544 bis 1686, also 142 Jahre lang. Mit Hilfe dieser Quellen können wir in grossen Zügen die zeitgenössischen Lebensverhältnisse, die annähernde Bevölkerungsanzahl des Dorfes, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit rekonstruieren. Aus dem Namensregister der Steuerzahler erheben sich viele Namen noch heute bekannter und dort lebender Familien. Zwischen 1677 und 1700 entvölkerte sich das Dorf, und das Leben begann erst nach 1700. Im Jahre 1701 Hessen sich schon 23 Fronbauern /über 15 Jahre/ und 24 Fronbäuerinnen nieder. Das sich normali­sierende Leben der Bevölkerung brach in den Jahren des Rákóczi-Freiheitskampfes zwi­schen 1703 und 1711 entzwei. Die lange Kriegsführung hielt wieder die Entwicklung der gerade heranwachsenden Bevölkerung auf. Die Person des Gutsherrn veränderte sich ständig. Die Güter von Ádám Vay wurden nach dem Friedensabschluss beschlagnahmt und die Familien Haller und Orczy rückten in den Vordergrund. Die Vámosgyörker Gutsherren verteilten den Fronbauern, den Häuslern im 13-ten Jahrhundert nicht jährlich das Land, son­dern hier bekamen die Einwohner ein zu einem festen Fundussysthem gehörendes, gleich­förmiges, nahezu gleichmäßiges Ackerfeld und eine Wiese. Die Lage der Fronbauern war sehr veränderlich . Sie unterschieden sich nicht nur danach, ob sie sich auf dem Gut der Familie Haller oder Nyáry niederliessen, sondern auch danach, ob sie einen ganzen Fundus oder einen ungetrennten Hausgrund hatten. Gegenüber dem zum festen Lehnsgeld verpflichteten Fronbauern, der Land und Wiese hatte, schien der Häusler eher unabhängig, frei, sein eigener Herr zu sein. Aber dieser Anfangsvorteil kehrte sich bald um. Von den 20 Haushalten im Jahre 1715 waren übrigens 13 Grundfronbauern, 7 Häusler. 1764 bekam die Siedlung wieder ein Pfarramt. Eine wichtige Quelle ist für sie das weiter­bestehende "Urbárium" des Dorfes. Zur Zeit der Bereinigung der Fronabgabe 1771 wurde

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