Katona Mária: Két évszázada Balmazújvároson - a balmazújvárosi németek története / Újvárosi Dolgozatok 5. (Balmazújváros, 1997)
155 ZUSAMMENFASSUNG ' In Balmazújváros leben Einwohner deutscher Herkunft seit 200 Jahren. Die deutschen Kolonisten zogen in der zweiten Hälfte des 18-ten Jahrhunderts in der Zeit der Ansiedlung der Ungarndeutschen in den Marktflecken herein. Durch secunder und tercier Einwanderungen siedelten sich 60 - 70 Familien an, die in Mehrzahl aus Pfalz gestammt hatten. Diese kleine Nationalitätengruppe, die ein starkes Ide'ntitätbewußtsein und Agrarkultur von hohem Niveau hatte, gründete in dem südostlichen Teil des Marktfleckens früh ein Heim. Das war das „Deutsche Dorf' (Németfalu). Die neuen Einwohner wollten als selbständige und zusammenhörende Gemeinschaft leben. Die Deutschen, die sich ab 1764 in Balmazújváros angesiedelt waren, leisteten dem Feudalherrn Dienste ebenso wie die ungarischen Leibeigenen. Ihre reformierte Gemeinde funktionierte als Tochterkirche der ungarischen Kirche, und auch ein Schulgebäude wurde von ihnen aufgebaut. Sie bezahlten dem ungarischen Prediger und Schulmeister ab 1766 extra, um Dienste (wie z.B. Begräbnis, Trauung Taufe) von ihnen auch auf deutsch bekommen zu können. Aber später konnten sie nach den Selbstverpflichtung zur Extrazahlung nicht nachkommen. In der zweiten Hälfte des 18-ten Jahrhunderts schrieben sie mehrere Anträge an dem Reformierten Kirchenzirkel jenseits der Theiß, um selbstständiges Kirchen- und Schulwesen gründen zu dürfen, und die kirchlichen Steuerpflichten erleichtert zu werden. Als Folge dieser Bestrebungen nach der Selbsständigkeit bekamen sie später Erlaubnis, eigenen Schulmeister und Prediger zu haben, und ein Kirchengebäude aufzubauen. Das selbsständige Kirchenwesen, das am Anfang des 19-ten Jahrhunderts ausgebaut wurde, spielte in der Erhaltung des Nationalitätsbewußtsein eine wichtige Rolle. Die Bestrebung nach der Selbsständigkeit war eine selbstverständliche Erscheinung im Lauf ihrer Einrichtung. Für diese Minderheit war eine Voraussetzung des Lebens, die kulturellen und wirtschaftlichen Umstände und Institute zu gründen.