Nyakas Miklós: Nánási Oláh Mihály hajdúkerületi főkapitány 1760-1838 / Hajdúsági Közlemények 15. (Hajdúböszörmény, 1987)
Tartalom
NANASI OLAH MIHÁLY HAÜPTKAPITXN DES HAIDUCKENKREISES 1760—1838 — Nyakas Miklós — Der Autor unternimmt in seiner Arbeit den Lebensweg eines Politikers der Haiduckenstädte aufzudecken, von dem man ausser seinem Namen fast nichts weiss, dessen Tätigkeit aber im Leben der Haiduckenstädte eine ausserordentliche Bedeutung hat. Er entstammte einer alteingesessenen adligen Haiduckenfamilie. Seine Vorfahren waren die Haiduckenadeligen des Fürsten von Siebenbürgen, Bocskai István, erwarben aber eigenen Adelsbrief vom Fürsten von Siebenbürgen, Bethlen Gábor, dann auch vom Leopold I. Ihrer Rechtstellung gemäss waren sie also in der günstigsten Lage. All das trug auch zur politischen Karriere von Nánási Oláh Mihály viel bei. Er wurde 1760 geboren und lernte in der besten heimischen protestantischen Schule seiner Zeit, im reformierten Kollegium in Debrecen. Nach seinem Studium trat er in Dienst des Haiduckenkreises. Nicht im günstigsten Moment, die Reformversuche von Josef II. versahen nämlich das Munizipalrecht der Haiduckenstädte mit Fragezeichen, und schufen das sogar ab. Nach dem Tod von Josef II. wurde die alte Verwaltung des Landes wiederhergestellt und das bezog sich auch auf den Haiduckenkreis. 1790 wurde er Obernotar, später Vizekapitän. In kurzer Zeit unternahm er eine Aufgabe, die als eine de Höhepunkte seines Lebens zu betrachten ist. Er war Abgeordneter im Parlament 1790—91, das in der Geschichte der ungarischen Staatlichkeit als Meilenstein gilt. Von dem Standpunkt der Haiduckenstädte hat das grosse Bedeutung, weil es ihnen da gelang ihr Vertretungsrecht im Parlament zu sichern. Als Obernotar ist mit dem Namen von Nánási Oláh Mihály die Ausgabe der Denkschrift, die der Haiduckenkreis dem ungarischen Parlament unterbreitete, verbunden. Wegen seiner Herkunft war er befugt, die Interessen der adligen Partei der Haiducken zu vertreten, die innere gesellschafliche Struktur des Haiduckenkreises ergab nämlich zu dieser zeit schon so komplizierte politische Bewegungen, die die Tätigkeit des Offizierkorps des Haiduckenkreises sehr erschwerten. 1792 wurde er von der Generalversammlung des Haiduckenkreises beauftragt von der Witwe des Hauptkapitäns Csanády Sámuel (III.) die Namenliste der von Bocskai bevorrechtigten Haiducken wiederzuerwerben. Sie hätte in Anbetracht des Besitzverhältnisses der Haiduckenstädte eine entscheidende Rolle. Es gelang nicht, Nánási Oláh Mihály versuchte aber die Besitzverhältnisse auf anderem Wege auch klarzustellen. Als Vizekapitän des Kreises nahm er an dem Bau des Sitzes des Haiduckenkreises tätigen Anteil. 87