Nyakas Miklós szerk.: Hajdúsági Múzeum Évkönyve 9. (Hajdúböszörmény, 1999)

Nyakas Miklós: Görbeháza telepesközség létrejötte - Die entstehung der ansiedlungsgemeinde Görbeháza

286 Nyakas Miklós: Görbeháza telepesközség létrejötte Miklós Nyakas DIE ENTSTEHUNG DER ANSIEDLUNGSGEMEINDE GÖRBEHÁZA Der Autor macht in seiner Abhandlung einer Gemeinde, die zwar durch eine bewußte Ansiedelung entstanden ist, aber deren Wurzel wesentlich weiter zurückgeht, bekannt. Die heutige Gemeinde von Görbeháza im Bezirk Hajdú-Bihar ist auf der Feldmark der historischen Polgár, auf einem Kirchengut entstanden, welches in der Region jahrhundertelang eine wichtige Rolle spielte. Im 19-ten Jahrhundert hat sich auf der Feldmark von fast 60.000 Katastraljoch mehrere Domänenzentren, die zur besseren Bodenbearbeitung des riesigen Landgutes von Polgár des Kapitels von Eger diente, herausgebildet. Dazu gehörte auch die Ansiedlung von Görbeháza, die von der zweiten Hälfte des 19-ten Jahrhunderts an, ein bewohntes Domänenzentrum war. Nach dem ersten Weltkrieg wurde ein Bodenreform-Gesetz geschaffen, welches bedeutende Modifikation der Besitzvehältnisse ergeben hat. Im Laufe der sogenannten Nagyatádi-Bodenreform ist auch die Ansiedlung von Görbeháza entstanden, begründet auf dem Großgut verteilten Bauernparzellen, im Jahre 1924. Die junge Ansiedlung, ebenso wie das dahmaliges Domänenzentrum haben ihren Namen nach einem Schenkengebäude bekommen, der Grundriß dieser Schenke war nähmlich krumm (auf Ungarisch: görbe). Die ersten Ansiedler waren ehemalige Gutsarbeiter, größtenteils ehemalige Einwohner der Großgemeinde Polgár. Es ist zu erwähnen, daß auf der damals geräumigen Feldmark (60 000 Katastraljoch), deren weit aus größte Teil Großbesitz war, mehrere ähnlichen Dorfkeime entstanden, von denen sich mehrere auch zu einem richtigen Dorf entwickelt hat zB.: Új szentmargita, Tiszagyulaháza, Folyás, Tikos. Die Feldmark der neuen Ansiedlungsgemeinde - also das benutzte Gebiet - bestand aus 3364 Katastraljoch, von dem 2088 Joch Ackerfeld, 1248 Joch Weide war. 303 Famielien haben es unternommen, die Ansiedlung zu bevölkern. In Görbeháza wurde dreierleie Typ des Grundstückes vermessen. Die Bezeichnung Kleingrundstück bedeutet 3 Joch Ackerfeld, 2 Joch Weidenrecht und 600 Quadratklafter Baugrund. Zu solchem Kleingrundstück ist 197 Familie gekommen. Ein Großgrundstück hatte 8 Joch Ackerfeld, 4 joch Weiderecht und 600 Quadratklafter Baugrund. Großgrundstück hatte insgesamt 106 Familie. In Hinsicht auf die Verdienste in dem ersten Weltkrieg wurden sogenannten „Vitézi"- Grundstücke vermessen. Die Ansiedlung wurde

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