A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1986 (Debrecen, 1987)

Régészet, ókortudomány - Tamás Gesztelyi: DIE GEMMENSAMMLUNG DES DÉRI MUSEUMS IN DEBRECEN

Tamás Gesztelyi DIE GEMMENSAMMLUNG DES DÉRI MUSEUMS IN DEBRECEN Über diese Sammlung schreibt Frigyes Déri, der Stifter des Museums in seinem gedruckten Kata­log die Folgenden : Intaglien, 109 Stück mit verschiedenen mythologischen Szenen. Gefunden in Ószöny (Brigelio), II. — III. Jh. n. Chr. Eine Liste der Gemmen gibt er nicht. Der Erwerbungsort war wahr­scheinlich Wien zwischen 1910—20, als er dort lebte. Den Fundort dürfen wir nicht ernst nehmen, besonders wenn wir wissen, dass sich auch einige neuzeitliche Stücke in der Sammlung befinden. Doch ist es sehr wahrscheinlich, dass die einzelnen Stücke meistens aus dem Gebiet der nördlichen Grenze Pannoniens (wie Brigetio und Carnuntum) stammen. Diese Annahme wurde auch dadurch bestätigt, dass ich in dem Kunsthistorischen Museum in Wien einige Gipsabgüsse gefunden habe, die sicher von den Stücken der Déri-Sammlung gemacht worden sind (Nr. 19, 27, 32). Die Abgüsse stammen aus dem Museum Carnuntinum, mehr weiss man aber nicht. Die Anordnung des Katalogs ist wie folgt: Beschreibung der Darstellung, Bemerkungen zum Thema, zum Typ und zum Stil. Die Themen der Darstellungen sind meistens mit dem Kriegswesen und mit dem militärischen Sieg in Verbindung, aber sehr beliebt sind auch die verschiedenen Satyrfi­guren. Eine Statistik über die Verteilung der dargestellten Figuren gebe ich in der Einleitung. Bei dem Typ sind meistens nur die neueren Kataloge (die nach 1970 erschienen sind) zitiert, besonders die Bände der AGD, dort findet man nämlich eine reiche Liste der Analogien, die hier zu wiederholen überflüssig wäre. Wenn ich aber in den neueren Katalogen keine genaue Analogie habe finden können, zitiere ich auch ältere Publikationen. Es gibt einige singulare Kompositionen in der Sammlung, wie Nr. 8, 12, 32, 51—52, 97. Grosse Aufmerksamkeit widmete ich den Stilfragen, den Besonderheiten der Verfertigung der einzelnen Stücke, damit ich Verbindungen mit Gemmen anderer Sammlungen feststellen kann. Diese Beobachtungen leisten uns die Hilfe verschiedene Werkstätte oder Meister zu erkennen, eventuell sie zu lokalisieren und zu datieren. Die meisten stilverwandten Stücke befinden sich in Aquileia (Nr. 9, 50—51, 64) und in Carnuntum (Nr. 4—5, 12, 20, 22, 24, 33, 58, 65). Diese Tatsache können wir damit erklären, dass die Déri-Sammlung wirklich von der pannonischen Donaulimes stammt, und viele Stücke in denselben Werkstätten hergestellt waren, wo die von Aquileia, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass Gemmenschneider in der Severer-Zeit auch in Carnuntum arbeiteten. Einige stilverwandte Stücke befinden sich auch in Britannien (Nr. 11, 45, 58) und in Germanien (Nr. 53, 81), die ich mit den intensiven militärischen Verbindungen dieser Provinzen in der Severer-Zeit erklären kann. Balkanische Abstammung ist bei einer der Gemmen wahrscheinlich (Nr. 28). 178

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