Ecsedi István – Sőregi János: A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1934 (1935)
Deutscher Auszug
403 Grab: 18x5, 13.5x4.5, 18.5x5.5 cm.; Ganzziegel vom 3-ten Grab : 28x14x4 (4.5) cm. ; Halbziegel : 16x4.5 cm. — Ganzziegel vom 7-ten Grab: 27x15x4 cm. Im 3-ten und 7-ten Grab wurden zwei, beziehungsweise drei nacheinander folgende Bestattungen beobachtet. II. Ernährung der ungarischen Bevölkerung in Debrecen und jenseits der Theiss. Von Direktor Dr. St. Ecsedi (Seite 151—395.) Mit 133 Abbildungen. Der Verfasser beschreibt die Ernährung der überwiegend ackerbautreibenden Bevölkerung im ungarischen Tiefland. Auch diejenigen hier ansässigen Einwohner, die anderartige Beschäftigungen betreiben, ernähren sich auf ähnliche Weise, Die Hauptnahrung der Bevölkerung bildet mehlartiges Material, nicht mannigfaltige, aber nahrhafte Mehlspeisearten. Die Hauptnahrung bildet das Brot, das zu jedem Gericht gegessen wird. Der Verfasser behandelt die Zubereitung und das Backen des ungarischen weltberühmten tiefländischen Weizenbrotes. Die Bevölkerung des ungarischen Tieflandes geniesst jedoch nicht nur Brot, sondern ist auch eine Liebhaberin der Suppe, welche täglich wiederholt mit Brot gegessen wird. Ein gutes Mahl ohne Suppe ist undenkbar. Eine andere Hauptnahrung bildet Schweinespeck und Schweinefett. In den grossen Maisgegenden wird die Mästung der Schweine im Grossen betrieben. Das Volk geniesst keinen Mais, dieser dient zum Mästen der Speckschweine. Der Verfasser beschreibt hier ausführlich das Schweineschlachten, das Sengen, die Bearbeitung, das Konservieren des Schweines ; die dünnen Därme werden gereinigt und mit einer aus Hackfleisch, Salz, Paprika und Knoblauch bestehenden Masse gefüllt ; auf diese Weise entsteht ein sehr gutes und dauerhaftes, geräuchertes Nahrungsmittel, Bratwurst (kolbász) genannt. Die dicken Därme werden mit den zerhackten und gepfefferten Eingeweiden und dem Blute des Schweines ferner mit Fett und Hirse gefüllt und als Blut- und Leberwurst in frischem Zustande verzehrt. Der Schweinespeck wird zu dicken Stücken ins Salz gelegt, gefrieren gemacht und roh, oder im Sommer am Spiesse gebraten gegessen ; auch wird er als Zutat zur Suppe im Kochkessel gesengt. Im Winter wird das Fett aufs Brot geschmiert und als Schmalzstulle genossen ; im Sommer wird damit gekocht. In jenen Gegenden des Tieflandes, wo wenig Mais gedeiht, wird aus den Kernen der Sonnenblumen und aus den Kürbiskernen Öl gepresst und statt Fett verwendet. Fleisch ist ein viel selteneres Nährmittel, und für das arme Volk kaum erschwinglich. Die beste Suppe wird aus Hühner26«