Héthy Zoltán szerk.: Bihari Múzeum Évkönyve 1. (Berettyóújfalu, 1976)
TÖRTÉNELEM - GESCHICHTE - Veränderungen in der Lebensweise des Bauerntums der Südbiharer Ebene nach 1945
dustriearbeiter. Ihre Zahl nahm mit der Entwicklug der LPG-s immer zu. Parallel mit dem (Genossenschaftswesen verwandelten sich die Eigentumsverhältnisse) Genossenschaftsfeld Hofland, eigener Garten), und die Produkionsverhältnisse (Mechanisierung, moderne Agrotechnik, Verwendung der Chemie und der Biologie, damit die Verteilung der landwirtschaftlichen Arbeit, die Auflösung ihrer früheren Einheit, ihre Verwandlung in eine Art Industrietätigkeit). Die Entfaltung des Genossenschaftswesens hat auch in der Lebensweise zahlreiche Veränderungen hervorgerufen, vor allem in der individuellen Mentalität, im Verhalten den anderen gegenüber. Der frühere Individualismus wurde Kollektivismus abgelöst. Das Leben in der Gemeinschaft, sogar die Orientierung nur in der Gemeinschaft haben zahlreiche, unter den Bauer früher gar icht oder sehr spärlich erfahrene öffentliche Handlungen (Würden, aktive Teilnahme in den Oraganisationen, Fragen der Administration, usw.) entwickelt. Die Veränderung der Eigentumsverhältnisse hat ebenso mehrere Veränderungen in der Lebensweise mit sich gebracht. Die grölsste davon war, wie damals gesagt, daßs man vom Mein-Begriff auf den Gebrauch und die Übung des Unser-Begriffes überging. Diese Mentalität ist letzten Endes die Frage des Zurechtfindens in der Gemeinschaft. Die Mechanisierung der Arbeitsprozesse hat das Vieh überflüssig gemacht, bzw. die Viezucht hat eine ganz neune, industrielle Form gewonnen. Die Verwandlung der landwitschaftlichen Arbeit in eine industrielle Tätigkeit hat die traditionelle Arbeitsorganisation und Arbeitsteilung in der Familie aufgehoben, darin vorwiegend die Lage der Fraunen und der Jugend verändert. Scheinbar begann sich die Bauernfamilie aufzulösen, in der Wirklichkeit handelte es sich um eine Umgestaltung. Die Auflösung der Arbeitsorganisation in der Familie, die Veränderung der Lage von den Frauen und Jugendlichen haben einerseits Möglichkeit, anderseits Sinn dem Lernen und Bilden gegeben. Das ist nicht nur an der quatititiven und qualitativen Entwicklung des Shulunterrichts, an der sehr vielseitigen Aneignung der Fachkenntnisse, sondern auch auf den andern, anschlielssenden Gebiete der Lebensweise zu sehen. Es haben sich die Kleidung, die Mahlzeiten (Handelsbrot, Einkauf und Zubereitung der Produkte), die Zerstreuung (Kulturhäuser, aber in erster Reihe Rundfunk, Fernsehen, Lesen), das Verhältnis zur Umgebung (die frühere Verschlossenheit ist weg, Reisen, Ausflüge, Erfahrungsaustausche, usw.) umgeformt. Das Bildungswesen versuchte, die Veränderung zu fördern, zu erleichtern (Prasse, Tschastschkabrigaden, Filme), im allgemeinen ist es aber hinter der materiellen, wirtschaftlichen Entwicklung zurückgeblieben. Der Aufsatz spricht im allgemeinen über das Ganze der Veränderung. Die nächsten Teile behandeln die Veränderung in Einzelheiten (Siedlung, Architektur, Wohnungsinnern). 202