Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)

Kovács Lajos: A 110 éves Vagongyár. A Rába-gyár története 1896-tól napjainkig

Der verschärfte Konkurrenzkampf auf dem Markt der Bahnwaggons setzte der Rentabilität trotz Exportlieferungen oftmals Grenzen, zugleich jedoch barg der sich entfaltende Straßenverkehr zu der Zeit tatsächlich ungeahnte Perspektiven. All das war der Grund dafür, dass sich das Interesse der über einen guten Geschäftssinn verfügenden Inhaber der Autoproduktion zuwandte. Erstes Anzeichen der Profilerweiterung war die Gründung der Produktionsabteilung für Akkumulatoren im Jahre 1899, und von dieser Zeit an war der Gedanke der Fahrzeugproduktion stets präsent, woraus ab dem Jahre 1902 dann Realität wurde. In der Zwischenzeit führte man einerseits Verhandlungen mit Firmen über Möglichkeiten der Motoren­­herstellung, und andererseits mit militärischen Kreisen in Wien hinsichtlich der Produktion von militärischen Transportmitteln. Als das Unternehmen 1903 das Patent für Stoltz-Kessel und -Gasmotoren erwarb, dachte man nicht nur an die Herstellung von dampfbetriebenen Bahnwaggons, sondern auch an die Produktion von Dampfautos. Im Jahre 1904 wurde auch ein Musterstück gefertigt, jedoch erkannte man schnell, dass das Dampfauto nicht mit den benzinbetriebenen Fahrzeugen konkurrieren kann. Der dampfbetriebene Stoltz- Motor wurde somit in erster Linie in die Motorenwagen der Bahn eingebaut, bis zum Jahre 1909. Das erste Fahrzeug des Werkes mit Benzinmotor, nach dem Konstrukteur als „Tlaskal-Schlepper“ bezeichnet, wurde auf der V. Wiener Internationalen Autoausstellung im März 1905 präsentiert. Das weltweit erste allradbetriebene und allradgelenkte Fahrzeug mit Benzinmotor sorgte für großen Wirbel, dennoch kam es nicht zur Serienproduktion, da sich der Motor mit seinen 40 PS als zu schwach erwies. In Ungarn waren es János Csonka und Donát Bánki, die auf dem Gebiet der Produktion von Motorfahrzeugen wirkliche Pionierarbeit leisteten. Als die Post die Herstellung von Pakettransportfahrzeugen ausschrieb, erhielt auch die Waggonfabrik den Auftrag für 4 Fahrzeuge. So startete das Unternehmen 1905 nach Plänen von János Csonka die Produktion von Fahrgestellen für Postautos. 137

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