Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)

Kovács Lajos: A 110 éves Vagongyár. A Rába-gyár története 1896-tól napjainkig

Außer ihnen stiegen noch sieben Aktionäre in das Geschäft ein, darunter Károly Wottitz, der Direktor der Spirituosenfabrik, und der erste Vorstand der Direktion der Waggonfabrik mit 300 Aktien. Mit der am 28. Dezember 1896 abgehaltenen konstituierenden Haupt­versammlung nahm das Györer Unternehmen "Magyar Waggon- és Gépgyár Részvénytársaság" (Ungarische Waggon- und Maschinenfabrik AG) seinen Betrieb auf. Für den Zweck des Werkes hatte man das Grundstück auf dem nahe der Spirituosenfabrik gelegenen Geländes, dem heutigen Városrét, mit einer Größe von 15 Morgen 720 Quadratklafter, welches über günstige Gegebenheiten verfügte, vorgesehen, was die Stadt Győr dem Werk für den symbolischen Preis von 7500,- Ft überließ. Auf dem Grundstück standen von der Spirituosenfabrik für Werkstätten vorgesehen, verlassene Rinderställe. Die Stadt gewährte dem anlaufenden Unternehmen des weiteren die Befreiung von Steuern für 15 Jahre und von weiteren örtlichen Lasten für 30 Jahre. Die ersten Monate des Jahres 1897 vergingen damit, das Werk zu starten. Man baute die einstigen Ställe zu Werksgebäuden um, bestellte die technischen Anlagen der Fabrik, am 22. Februar dann erfolgte die Firmeneintragung am Györer Handelsgericht. Die Produktion lief am 11. Juli an, mit 500 Arbeitern im ersten Jahr, die bereits im September mit einem erfolgreichen Streik versuchten, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Trotzdem verließen als erster Transport bereits im September 20 Petroleum-Rankwagen für die Galíciai-Kárpát Petroleum Rt. das Werk. Rentabilität und Stammkapital des Unternehmens stiegen in den ersten Jahren jährlich um ein Vielfaches an. ln der Zeit nach der Unternehmensgründung war das Hauptprodukt der Bahn­waggon. Anfangs produzierte man auch Last- und dann ab 1898 auch Personen­waagen. Die Kapazität des Werkes betrug 1898 bereits 8-10 Wagen mit 1200 Arbeitern, was als herausragend galt; in diesem Jahr wurde der tausendste Wagen fertiggestellt. In den ersten beiden Jahren produzierte man vorrangig für das Inland, später dann, ab 1899, aufgrund der ausbleibenden heimischen Aufträge immer mehr für den Exportmarkt. Es gelang, einige Aufträge aus Italien, Deutschland, bzw. Übersee zu enverben, und 1900 konnte das Werk (dank der Unterstützung des Aktionärs Béla Lukács, des ehemaligen Handelsministers und Direktors der Ungarischen Bahn MAV) an der Weltausstellung in Paris teilnehmen, infolge dessen mehrere Großstädte Westeuropas (Amszterdam, Antwerpen), die Wagen der städtischen Straßenbahnen, London Waggons für seine Metro in Auftrag gaben. Ebenso starteten nun beträchtliche Transporte mit Personen- und Güterwaggons nach Ägypten, Ostindien, Costa Rica und Südafrika. Die Erfolge waren den wettbewerbsfähigen Preisen, den qualitativ guten Produkten (die Personenwaggons z.B. waren bereits mit elektrischer Beleuchtung ausgestattet) und der fristgerechten Lieferung zu verdanken. Die Herstellung der Bahnwaggons nahm bis 1978 einen bedeutender Posten auf der Produktpalette des Werkes ein. 135

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