Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)
Kovács Lajos: A 110 éves Vagongyár. A Rába-gyár története 1896-tól napjainkig
Ende des 19. Jahrhunderts waren in Győr sämtliche Voraussetzungen für industrielle Entwicklungen gegeben. Die günstige Lage der Stadt, auf halben Weg zwischen Wien und Budapest, ihre Rolle als regionales Zentrum, als Knotenpunkt für den Bahnverkehr, die mit der Auflösung des Innungsgewerbes freiwerdende, qualifizierte und auf solide Traditionen zurückgreifende Arbeitskraft, sowie die für das Ansiedeln von Betrieben geeigneten freien Grundstücke schufen die entsprechenden Rahmenbedingen. Geschäftlich gesehen, war es zum einen die Zollpolitik der Monarchie, die die österreichischen Kapitalisten anspornte, ihre Unternehmen nach Ungarn zu verlegen, zum anderen die Pläne des, infolge dessen bereits in früheren Jahren in die Györer Leichtindustrie einsickernden ausländischen Kapitals, was dominierte. Die österreichische Familie Lederer erwarb 1887 die Mehrheit der Aktien der am Rande des Konkurs stehenden Spirituosenfabrik, und es waren ebenfalls sie, die die Absicht der Gründung der „Waggonfabrik” verlauten ließen. Andererseits befürwortete auch die von Bürgermeister Károly Zechmeister geleitete Györer Selbstverwaltung die industrielle Entwicklung, denn: „Die Städte der Provinz werden nur dann in der Lage sein, sich über ihre Aufgaben zu erheben..., wenn wir in der Provinz eine möglichst breitgefächerte Industrie schaffen” - steht es in der von der Györer Hauptversammlung an die Regierung gerichteten Eingabe, in welcher man gerade aufgrund des durch die Geschwister Lederer im März 1896 der Hauptversammlung vorgelegten Gesuch bezüglich der Waggonfabrik staatliche Subventionen beantragte. In der erwähnten Eingabe legen die Geschwister Lederer dar: „Zusammen mit Geschäftsfreunden beabsichtigen wir, in Győr ein Werk für Maschinen- und Waggonbau zu errichten”, wozu man staatliche Vergünstigungen, Zollfreiheit bzw. Voraufträge beantragte und diese auch gewährt wurden. Den Dokumenten der für den 20. Dezember 1896 anberaumten Aktienzeichnung zufolge sollte Aufgabe des Werkes sein: „Die Produktion von Waggons, Maschinen und Dampfkesseln, für jegliche elektrische Anlagen und Einrichtungen (...)”. Von den emittierten 5000 Aktien hat der Wiener Industrielle Emil Lederer 2600 Stück, sein Bruder, der Prager Industrielle Richard Lederer 1800 gezeichnet, so dass sie am Stammkapital des Unternehmens in Höhe von 500 000 Ft einen Anteil von 440 000 Ft besaßen. 133 i