Székely Zoltán (szerk.): Arrabona - Múzeumi Közlemények 48/2. (Győr, 2010)
Tanulmányok - Mennyeiné Várszegi Judit: Dr. Kovács Pál (1808. július 1 - 1886. augusztus 13.) Válogatott bibliográfia
CLAUDIA WUNDERLICH EINE UNGARISCHE KARTENMALER- UND KUNSTLERFAMILIE... Károly Der älteste Sohn Károly (Carl) wurde am 10. Oktober 1812 getauft,25 besuchte in Győr zunächst — wie alle Brüder — die Zeichenschule,26 anschließend das Benediktinergymnasium, studierte dann Theologie und Philosophie in seiner Heimatstadt und wurde 1835 zum Priester geweiht. (Protocollum hoc Dioecesis Jaurinensis sacerdotum 160/Unger Carolus) Als Kaplan verbrachte er die Jahre 1836 bis 1842 in Sopron. Aufgrund von Krankheit litt er unter Hörstörungen unbekannten Ausmaßes, ohnehin schien er lebenslang mit starken gesundheitlichen Problemen gekämpft zu haben.27 Trotzdem arbeitete er lange in der Kanzlei der Diözese als Protokollist und Kanzellist sowie Archivar. (Protocollum hoc Dioecesis Jaurinensis sacerdotum 160/Unger Carolus sowie Diözesan-Schematismus 1857, 1859; Bedy 1937, 325.) Bereits 1858 erbat er sich den Altar der Johannes-Nepomuk-Kapelle am Ráth Mátyás tér („ad pontem Rábza”, wo sie Vorverlegung des Flussbettes der Rabnitz lag).28 (Bedy 1939, 55f; Székely 2004, 70.) Diesem Anliegen wurde stattgegeben. Das Haus neben der Kapelle diente später auch als Wohnung von Károly und Mátyás junior. Im Ruhestand wurde Károly in das Collegium St. Ladislai aufgenommen, er stirbt am 5. Jänner 1895 im Haus bei der Johanneskapelle. Auf die von der Familie tradierte finanzielle Zuwendung der Ungers für den Bau oder die Ausstattung der Kapelle gibt es bisher keinen Hinweis.29 Als einziges Familienmitglied wurde er auf dem Friedhof von Újváros begraben. Alajos Alajos Unger (auch Lajos, Alois oder Aloys) wurde am 29. Oktober 1814 in Győr Belváros getauft.30 Wie alle seine Brüder besuchte er nach der Zeichenschule mehrere Jahre das Győrer Benediktinergymnasium. (JBGYG 1826, 1827.) Anschließend muss er eine Handwerksausbildung absolviert haben. Alle bisherigen Erkenntnisse über sein Leben weisen darauf hin, dass er ursprünglich auch Spielkartenmaler werden sollte, um später die Werkstatt seines Vaters zu übernehmen. Er begann seine künstlerische Ausbildung im eigentlichen Sinne 1832/33 an der Győrer Zeichenschule unter János Hofbauer, wo er 1833 mit der besten von 14 bewerteten Zeichnungen eines im korinthischen Stil erbauten Säulenkapitells — mit dem Prädikat „gut” — durch sein zeichnerisches Talent auffiel. (Bedy 1930, 29.)31 Daraufhin immatrikulierte er sich im Mai 1833 erstmals in der Elementarzeichenschule an der Wiener Akademie der Bildenden Künste, bevor er dann von 1836 bis 1842 Schüler Leopold Kupelwiesers wurde.32 Weitere Lehrer waren Anton Schalter und Johann Ender. Schalter war sein Anatomielehrer, ein Fach in dem er eine Prüfung ablegte. 1846 stellte er beim Pester Kunstverein das Bild „Der heil. Ladislaus König von Ungarn erkennt den König Salamon (sic!)” aus. (Thieme Becker 1939, Unger Alois] Salamon 1998, Unger Lajos; GyÉL 1997-99, Unger Alajos). Das Bild wurde nachträglich zur Ausstellung eingereicht. (PK 1846, 11.) 143