Székely Zoltán (szerk.): Arrabona - Múzeumi Közlemények 48/2. (Győr, 2010)

Tanulmányok - Mennyeiné Várszegi Judit: Dr. Kovács Pál (1808. július 1 - 1886. augusztus 13.) Válogatott bibliográfia

ARRABONA 2010. 48 / 2. TANULMÁNYOK Auch ist überliefert, dass er Studienreisen unternahm, die höchstwahrscheinlich nach Italien, aber möglicher­weise auch nach Paris führ­ten, wie von der Familie über­liefert wurde. Eine weitere mögliche Destination war England, jedoch sind uns alle Details hierzu bislang unbe­kannt. Im Frühjahr 1848 kehrte Alajos in seine Ge­burtsstadt zurück. Nach sei­ner Heimkehr, als die Revo­lution und Freiheitskämpfe begannen, erscheint er als Mitglied der Bürgerwache. (Szávay 1896, 354.) Im Juni 1848 inserierte er in der Lokalzeitung Hazánk und bot Kunstunterricht an.33 (H15. Juni 1848; Balázs 1980,163.) Gerade 34 Jahre alt verstarb er bereits am 28. Dezember 1848 aus unbe­kannten Gründen an „Leberentzündung”, wahrscheinlich im „Szodtfried-Haus” in der Bástya utca 260, wo er auch unterrichtete. Er wurde am 30. Dezember 1848 in Belváros von Ferenc Ebenhöch beerdigt.34 Unklar ist, wer half sein Studium und die Auslandsreise zu finanzieren,35 auch wenn offenbar der Győrer Zweig der ursprünglich aus Graubünden stammenden Rauchfangkehrer-Dynastie Toscano zumindest die Wohnmöglichkeit bei den Wie­ner Verwandten vermittelte. Als Wiener Adresse gab Alajos bei der Wiener Akade­mie Alois Toscano, am Schaumburgergrund 7, an.36 Ein weiterer möglicher Unterstützer mag der Bischof von Győr gewesen sein, auch wenn hierzu bislang noch keine Erkenntnisse in Quellenform vorliegen.37 Belege von Alajos Ungers Zeichentätigkeit sind die 35 bekannten Zeichnun­gen, die im Jahr 2009 in Szombathely aufgefundenen wurden. (Abb. 2.) Dabei han­delt es sich insbesondere um Studienzeichnungen von der Wiener Akademie, die die drei Ausbildungsstufen (Zeichnen nach Vorlageblättern, nach Antiken, nach Mo­dell) belegen und die sich im Besitz des Xántus János Museum sowie in privater Hand befinden,38 auch wenn die bei Bedy erwähnten Landschaftsporträts sowie die korinthische Säule heute verschollen sind. (Bedy 1930, 29.) Dies ist auch bei den meisten bekannten seiner Ölbilder der Fall, bis auf das anachronistische Schlachtbild Die Rückeroberung von Raab (Székely 1998; Winkler - Kurcsis 2000, 63.), und das Familienporträt.39 (Abb. 3.) Darüber hinaus das Gemälde der erwei­terten Heiligen Familie (sacra conversazione) „La vierge au bas-relief”, das eine fast identische Kopie vom Werk des leonardesco Cesare da Sesto ist, von kleinen Ab­weichungen, insbesondere in den Farbdetails, in der Darstellung des Gesichts der Abb. 2. Alajos Unger: Studienzeichnung, 1836-1842 (Xántus János Museum! 144

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