Arrabona - Múzeumi közlemények 31-33. (Győr, 1994)

Kiss Ákos: A soproni egykori Orsolya-rendi iskolaépület alatti császárkori épületmaradványok

Gebäudenüberreste aus der römischen Kaiserzeit unter dem Schulgebäude des ödenburger Ursulaordens Unter dem Ödenburger Ursula Ordenhaus und Schulgebäude zeigten sich während des­sen Umbaues um 1954 herum Gebäudenüberreste aus der Römerzeit. Um deren Charakter festzustellen, zumindest teilweise aufzudecken, führte der Autor dieser Veröffentlichung im Juli und August, dann im November und Dezember des Jahres 1954 Ausgrabungen. Schon am Anfang der Arbeiten kamen die Spuren des Hypocaustums mit Terazzo-Fußbo­dendetails mit einer Breite von 23 cm und Teile von Mosaikfußboden ans Tageslicht. Im Laufe der weiteren Aufdeckungen kamen die Pfeiler der Fußbodenstütze der Heizanlage in viermal Fünferreihen, aus quadratischen Ziegeln bestehend, etwa 20 Pf euer zum Vor­schein. Anderswo gab es auch walzenförmige Tragsäulen, ebenfalls aus Ziegel. Die Heiz­ziegel (Tubi) sind rechteckig einbiegend. Es war schon auch in der Anfangsphase der Auf­deckung augenfällig, da die römischen Räume und Wandteilungen mit der Gesamtheit der Ortung des darüberliegenden gegenwärtigen Gebäudes zusammenfallen. Die Höhe des Hypocaustums ist stellenweise 120 cm, woanders ist sie nur 55-70 cm ; bei dem Frigida­rium gibt es aber auch Heizräume mit einer Höhe von 135 cm. Die Ziegelpfeiler sind auch je nach Tragfunktion auch von verschiedenem Durchmesser ( mit Seiten von 27x27 und 18x18 cm). Neben den walzenförmigen Kachelsäulen gab es auch manche lediglich aus Terazzo­guß. In östlicher Richtung ist das Gebäude durch eine sehr sorgfältig gebaute Mauer mit einer gewaltigen Quaderkonstruktion abgeschlossen. Die einzelnen Stücke der Mauer be­stehen aus früheren Bauelementen und Schwellensteinen etc., die aus sekundärer Anwen­dung stammen. In Pannonién ist die Mauerkonstruktion aus Quaderstein eine frühe und außergewöhnliche Erscheinung und deutet auf die anspruchsvollste Bauweise. In Aquin­cum wurden lediglich einzelne Teile des militärischen Ampitheatrums - ab den 40-er Jah­ren des II. Jahrhunderts - auf solche Weise gebaut. Die spätrömischen Mauern von Scarbantia aus dem IV. Jahrhundert wurden auch auf diese Weise errichtet, doch läßt die­ser Umstand wegen der außerordentlichen Beschaffenheiten keine weiteren Folgerungen zu. Übrigens kommen am häufigsten Opus-incertum-Mauerungen vor. Aufgrund von Grundrissen ist für das Gebäude die gewaltige zweibögige Apsis, ferner die Hypocaustum­konstruktionen charakteristisch, deren Pfeiler in dem einen Raum (II.) auch in sechsmal Viererreihen vorkommen. Die regelmäßigen Bogenreihen mit Ziegelgewölbe der Praefur­nien sind auch im großen öffentlichen Bad der Bürgerstadt Aquincum bekannt. Die Heiz­räume waren durch gewaltige Heizöffnungen und siebenbögige Wärmedurchlaßsysteme ergänzt. Stellenweise dürfte die Wändestärke die Bodendecken gestützt haben. Aufgrund dessen mag dieses bedeutsame Gebäude schon im Laufe des II. Jahrhunderts bis zum Mar­45

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