Arrabona - Múzeumi közlemények 31-33. (Győr, 1994)
Kiss Ákos: A soproni egykori Orsolya-rendi iskolaépület alatti császárkori épületmaradványok
komannenkrieg ausgebaut gewesen sein. Infolge der Lage des Gebäudes schloß es sich eng an das Stadtmauer-Festungssystem des Munizipiums Scarbantia. Es ist sogar auch mit der Entstehung der Stadtmauer im I. Jahrhundert verbunden. Die mittelalterlichen Mauerüberreste südlich des Gebäudes gelegen mögen Teile des Gebäudes im XIII-XIV. Jahrhundert gewesen sein. Hier war auch die gebrannte Schanze; die seit dem vergangenen Jahrhundert schon bekannte vergitterte Balkenkonstruktion erwies sich als frühmittelalterlich. Die Mosaiküberreste mit dem weißschwarzen pflanzlichen Hederamuster lassen sich hinsichtlich der pannonischen Mosaikandenken auf die Wende des II-III. Jahrhunderts datieren. Die graue und rötliche Hauskeramik, die unter den Kleinfünden in großer Menge vorzufinden sind, kommen seit der zweiten Hälfte des I. Jahrhunderts vor. Es kommen auch noch frühe orangengelbbemalte Stücke vor; Funde aus dem II. Jahrhundert kommen ebenfalls reichlich vor. Es gibt auch Stücke mit zahngeritzter Verzierung aus der Zeit um die Wende des I-II. Jahrhunderts. Die Reibschüsseln haben das Gepräge des II-III. Jahrhunderts, doch es kommen unter denen auch Funde aus dem III. und-TV. Jahrhundert vor. Die Andenken der Terra Sigillata sind vom Typ Drag. 37 und stammen aus Leseaux und Rheinzabern. Die blauweiße Glasschüssel läßt sich auf das II. Jahrhundert datieren; es gibt auch ein in Aquileia erzeugtes Glasfragment. Es wurden auch zahlreiche Bruchstücke von Glasfenstern gefunden. Es gab 16 Varianten von gebrannten Ziegeln. (Zwischen den Indizes P F Leg IAdi terminus post quem; aber es gibt auch mit dem Stempel LEG XG, sowie LEG XTV. G. Der Stempel CFRI weist auf irgendein Cohors hin, die Spuren von bürgerlichen Werkstätten lassen sich hier erkennen.) Auf die Festheit des Gebäudes weist hin, daß auf dessen Mauern in den vergangenen Jahrhunderten wiederholt darübergebaut wurde; zum letzten Mal zwischen 1860-70. Dies bestimmte die Bebauung der Stadt grundlegend. Die Walzensäulen des Hypocaustums sind aber Beweise für die erste Periode im I. Jahrhundert. Die gebrannten Ziegel der Hauptperiode lassen die Weiterdatierung vom Anfang des II. Jahrhunderts an zu. Ihre Niveaus sind nahezu mit dem mittelalterlichen Laufniveau gleich; unter dem heutigen Platz 2,18 m tief. Das Gebäude unter dem heutigen Kellerniveau wurde sozusagen überall bis zur Höhe des Laufbodens abgerissen. Das mag beim Aufbau des Ursula Gebäudes zwischen 1864-1877 passiert sein. Das Frigidarium des Bades ist 5,5 m x 9 m, das Tepidarium daneben ist 9x10 m. Ákos Kiss 46