Arrabona - Múzeumi közlemények 10. (Győr, 1968)

Uzsoki A.: A Győr „Újszállások” régészeti lelőhely kutatástörténete

geben werden soll, unstreitig die größten Schwierigkeiten zu bewältigen. Denn wenn es auch keinen Zweifel zuläßt: daß die theils sichelartig gekrümmten, theils ge­schweiften, oder mit einen, ein rechtwinckeligen Dreieck bildenden Rücken verse­henen Messerklingen nur zum Häußlichen Gebrauch gedient haben mögen, so ist diese Annahme kaum statthaft, wenn selbe auch auf die mit einer feinen Spitze versehenen, schmalen, theils langen, und theils kürzeren, ein und zweischneidigen Messer ausgedehnt werden soll, da diese eben so zu häußlichen Zwecken ver­wendet, als auch zur mannhaften Vertheitigung benützt werden konnten. Wir wollen demnach die zu beschreibenden Messerklingen in zwei Kategorien theilen, und beginnen mit jenen, die unserer Ansicht nach auch als Vertheiti­gungswaffe benützt wurden. Hinsichtlich ihrer Form steht diese, auf T. XXI sub C. unseres Notizbuches ab­gebildete einschneidige Klinge dem Skramasax am nächsten, doch ist dieselbe be­deutend kürzer, und kann demnach nur als einschneidige Messerklinge oder Dolch betrachtet werden. Ihre Länge beträgt einschießlich der Angel 17 Ctm. und 2 M.M. Ihr Durch­messer im Mittel 28 M.M. Die abgebrochene Angel mißt 22 Millimeter. Wenn nur auch angenommen werden kann: daß die von mir eben beschriebene Klinge zu häußlichen Zwecken benützt wurde; so glaube ich dennoch auch die Be­hauptung wagen zu dürfen: daß selbe hauptsächlich als Kampfmesser gedient hat. a.) Dolchartige, mit Einschluß der Angel I6V2 Centim, lange Messerklinge. Die Angel mißt 22 Millimeter. Abgebildet auf T. XXIV /:sub C.:/ unseres Skizzenbuches. Unter b.) c.) und d.) haben wir gleichfalls dolchartige Messerklingen abgebildet, wovon b.) vollkommen erhalten, von c.) und d.) hingegen die Spitze abgebrochen ist. Sämmtliche sind aus Eisen angefertigt; der hölzerne oder beinerne Griff fand sich nicht vor. In der Beschreibung der bei den raaber Üjszállásen gefundenen Messerklingen fortfahrend, wollen wir nur kurz bemerken: daß sich unter den vom Custos des raaber Museums, dem Hochw. Herrn Méry Etel erworbenen Gegenständen auch ein Messer befand, dessen eiserne Klinge in ein bronzenes, unten mit zwei kleinen Ringen verziertes Heft gefügt war. Dieses Messer soll nach der Ansicht des Herrn Custos Méry vom Türkenkriege /:17-tes Jahrhundert:/ herrühren, und er benennt es in seiner Publikation über den Űjszálláser-Fund ausdrücklich als „török kés" ^tür­kisches Messer:/. 27

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