Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 28. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1999)
3. Zweigeschossige, prostyle Adicula Verwendete Einzelteile: Sockel-Seitenwandplatte 111 (Diener mit Sonnenschirm) Sockel-Wandplatte 9 (Jagd) Glatte Säulen 81, 82 Seitenwandplatte 92 (Weinlese) Glatte Seitenwandplatten mit Bogenausschnitten 65, 135 Glatte Frontplatte mit Bogenausschnitt 37 (Abb 82) Die mit 44 cm relativ schmale Seitenwandplatte 92 reicht aus für die seitliche Bogenöffnung der Seitenwandplatte 65, Boden- und Bogenplatten würden von den Maßen her ebenso zu den Wandplatten mit den überhöhten Postamenten 62, 146 und 63 passen. Es ist aber eher anzunehmen, daß die sehr hübsche Weinleseszene der Wandplatte 92 zu einem anspruchsvolleren doppelgeschossigen Bauwerk mit Bogenstellungen gehörte. An die Seite des Sockels gehörte wohl das Relief mit Diener und Sonnenschirm. Einige Merkmale in der Darstellungsweise dieses Reliefs (111) erinnern an die Schwächen in der Ausführung der Weinleser, sowohl die auf den Ecksteinen der Adicula 1 wie auch denjenigen auf der Seitenwandplatte 92. Der rechte Arm des Dieners wirkt verkümmert, die klauenartige Hand könnte in der gezeigten Haltung den Schirmgriff sicher nicht halten. Der linke Unterarm ist dagegen zu dick ausgefallen. Ergänzt man die Beine der Figur, so erreicht sie eine Größe von ca. 75 cm, und ist damit etwas größer als der Weinleser auf der Seitenwand (60 cm). Die Reliefplatte 111 ist 57 cm breit und damit zu schmal für die Seitenfläche der Adicula 1. Dort steht zwischen den Ecksteinen eine Breite von 1,04 m zur Verfügung. Die Seitenflächen der Platte 111 wirken original, die Nischenrundung des Hintergrundes erlaubt keine Fortsetzung auf einer Seite. Die Tiefe der Adicula 3 ist daher aus dem Relief mit dem Diener mit zwei Ecksteinen von 35 cm Breite mit 1,27 m zu berechnen. An der Frontseite wurde in den Sockel die Jagdszene 9 eingefügt. Das mit 1,32 m ziemlich lange Stück ergibt mit zwei ca. 35 cm breiten Ecksteinen eine Ädiculabreite von 2.02 m. Die originale Höhe der Platte 111 dürfte mit Randleisten mindestens 90 cm hoch gewesen sein und überragte die an der Front eingesetzte Jagdszene um 32 cm. Diese Höhendifferenz wurde von wahrscheinlich von einer Inschriftenplatte eingenommen. Im Ädiculageschoß sind glatte Säulchen, vermutlich die Stücke 81 und 82 mit Durchmessern von ca. 26 cm anzunehmen, die in Übereinstimmung mit den Pilasterkapitellen der Seitenwandplatte korinthische Kapitelle trugen. Die Höhe der Säulenstellung ist in Übereinstimmung angesichts der stämmigen Säulchen mit 1,80 m zu rekonstruieren. Über den Seitenwandplatten mit den Weinlesern waren die Bogenplatten 65 und 135 aufgesetzt. An der Frontseite ist ein Korbbogen zu ergänzen, dessen rechtes Auflager vielleicht in der Bogenplatte 37 zu sehen ist. Mit einer Auflagerbreite von 25 cm ist das Stück zu schmal für eine Ädiculaseite. Nun folgte vermutlich eine Deckenplatte und ein Satteldach. 4. Eingeschossige Adicula mit tuskanischen Pfeilerchen Verwendete Einzelteile: Bodenplatte 24 Seitenwandplatten 62, 63, 146 (Postament, Diener) Tuskanische Pfeilerchen 64, 156 (Abb 83) Von dieser Adicula sind beide Seitenwandplatten teilweise erhalten, die bei ebenfalls geringer Breite vermutlich eine Höhe von ca. 1,60 m erreichten. Da mit diesen Dimensionen ein eher bescheidener Maßstab angeschlagen wird, stand die Adicula vielleicht auf der Bodenplatte 24 und besaß demnach eine Breite von 1,08 m und eine Tiefe von 86 cm. Eine zweite Bodenplatte ist hier nicht anzunehmen, weil die Relationen der beiden Maße durchaus mit dem üblichen Verhältnis zwischen Breite und Tiefe übereinstimmen. Zu der eher linearen Gestaltungsweise der Wände, die nur eine kleine figurale Darstellung zeigt, passen die tuskanischen Pfeilerchen 64 und 156. Sie könnten zwar auch mit den Seitenwänden mit der Weinleseszene (Adicula 3) kombiniert werden, aber die Pilaster der Wandplatten haben korinthische Kapitelle. Dasselbe trifft auch für die Adicula 2 zu. Der kleine Grabbau hatte eine flache Decke und ein Satteldach. Es steht zu überlegen, ob die Teile von Adicula 2 und 4 zusammenzufassen sind und die Seitenwand 59 der Adicula 5 zugewiesen werden kann. Man hätte dann drei Bodenplatten, von denen jedenfalls eine zuviel ist, und auch eine mit 1,28 m Tiefe und 1,15 m Breite zu große Deckenplatte, deren Dübellöcher nicht zu einer Pfeilerstellung in dem von der Bodenplatte 24 vorgegebenen Abstand passen. 5. Zweigeschossige, prostyle Adicula mit klassischem Reliefschmuck Verwendete Einzelteile 83 (Priamos und Achilles) Seitenwandplatte mit Bogenausschnitt 132 (Seewesen) Dreifaszienarchitrav 48 Gesimsplatte 30 (Zahnschnitt) Dachplatte 20 39