Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)
Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Die Ttigkeit des Münzamtes von Viminacium. p. 287–301.
Jahre 257 wurde in Colonia Agrippinensis tatsächlich eine neue Münze eröffnet, wo nach dem Zeugnis der Münzbilder dieselben Meister arbeiteten, die vor diesem Zeitpunkt in Viminacium nachweisbar waren (Göbl 1951, 30). Früher war die Forschung der Meinung, daß das Jahr 257 der Zeitpunkt war, da das Münzamt geschlossen und nach Colonia Agrippinensis umgesiedelt wurde. Wie aus obigem ersichtlich, handelte es sich diesmal nur um die Abstellung von drei officináé, bzw. um ihre Übersiedlung zum Rhein. Das in Viminacium weiterarbeitende Münzamt ermöglicht zwei weitere geschichtliche Schlußfolgerungen. Die relative Menge der 256 für Salonina geprägten Münzen und die Anzahl der für sie arbeitenden officináé lassen eindeutig den Schluß zu, daß die Kaiserin ihren Sohn, den caesar im Kindesalter, nach Sirmium begleitete, wodurch sie dessen Position erheblich stärkte. Das bedeutet jedoch, daß im Jahre 257, als Saloninas beide officináé aus Viminacium abzogen und die Menge ihrer geprägten Münzen ganz unbedeutend wurde, auch die Kaiserin sich von Sirmium entfernte. Die andere Schlußfolgerung ist aus der unterschiedlichen Verringerung der zur VI. Emission von Viminacium gehörenden Münztypen und Münzen. Wie bereits erwähnt, wurde 3 officináé, d.h. die Hälfte des Münzamtes von Viminacium demontiert und nach Colonia Agrippinensis umgesiedelt. Dem entspricht ungefähr die Stückzahl der Münzen, die etwas geringer ist als die halbe Produktion der 6 officináé. Hingegen nahm die Zahl der Münztypen nur um zwei ab. Das wurde zweifellos nicht durch die Gesichtspunkte der Geldprägung so bestimmt. Die Reduzierung des Münzamtes von Viminacium schuf unweigerlich eine schwierige wirtschaftliche Lage im Donaugebiet. Die kaiserliche Regierung hatte davon höchstwahrscheinlich von Anfang RIC Avers Viminacium IMP VALERIANVS 6. emissio 262 PF AVG Antiochia IMPGALLIENVS 5. emisio 453 AVG Col. Agrippinensis IMP VALERIANVS 4. emisio P. F. AVG Der Revers erschien in allen drei Münzämtern in einer einzigen Emission, in Colonia Agrippinensis sogar erst in der Stätphase der IV. Emission. Dies entspricht auch den geschichtlichen Ereignissen: Der 257 erzielte Erfolg des Valerian im Zurückschlagen des persischen Angriffes war von kurzer Dauer und wiederholte sich auch später nicht (Manni 1949, 3). Die drei Münzämter feierten also den gleichen Sieg, ungefähr zur selben Zeit. Die letzte, VI. Emission von Viminacium ist also jedenfalls zeitgleich mit der Spätphase der IV. Emission vori Colonia Agrippinensis. Wir wissen nicht, wann Kaiser Valerian im Laufe des Jahres 257 seinen Sieg errungen hat, doch selbst wenn dies im ersten Halbjahr erfolgte, mußten noch an eine klare Vorstellung, die lokale Armee hat aber die für sie ungünstige Entscheidung nicht unverzüglich wahrgenommen. Die Erkenntnis der Lage wurde gerade durch die annähernd unveränderte Zahl der Münztypen gestört: es schien, als wäre in der Geldprägung keine einschneidende und für das Donaugebiet nachteilige Änderung eingetreten. Erst ein Jahr später wurde die tatsächliche Lage realisiert, als die Anarchie in der Geldversorgung vollständig wurde. Zweifelsohne wollte die Regierung mit der Aufrechterhaltung der früheren Münztypen den Schein wahren, in der keinsewegs begründeten Hoffnung auf eine Wendung zum Besseren. Abstellung des Münzamtes Den Zeitpunkt der Abstellung des Münzamtes setzte G . Elmer zwischen den Zeitgrenzen vom 1. Januar 257 und dem 28. August 258 auf das Jahr 257 an (1941, 12). Ähnlich bezogen Stellung A. Alföldi (1935/36,67), R. Göbl (1951, 29) und A. Kerényi (1961, 88). Diese Feststellung und Ehre Motive sind aber aufgrund des Obengesagten nicht haltbar. Im Jahre 157 begann das neue Münzamt von Colonia Agrippinensis ihre Tätigkeit tatsächlich mit 3 officináé aus Viminacium, doch arbeitete gleichzeitig auch die Münzanstalt von Viminacium weiter, wenngleich mit geringerer Kapazität und ohne den Bedürfnissen vollständig nachkommen zu können. Der Vergleich der spätesten Münzen aus Viminacium mit den ersten Emissionen von Colonia Agrippinensis liefert den unumstößlichen Beweis dafür, daß die beiden Münzanstalten auch gleichzeitig arbeiteten. Am augenfälligsten bestätigen dies die Münzen mit dem Revers VICTORIA PART(HICA): Revers Zeitpunkt VICT PART seit Beginn 1957 VICTORIA 257 PART VICT PARTICA 1. Hälfte 258 Monate vergehen, ehe die offizielle Ehrung des Ereignisses auf den Münzen der westlichen Münzhäuser zum Ausdruck kommen konnte. Die Frühphase der IV. Emission von Colonia Agrippinensis, die nicht vor den Beginn von 258 anzusetzen ist - die I. Emission ist von der zweiten Hälfte 257 zu datieren, ihr folgte noch im selben Jahr die IL Emission und zu Beginn des Jahres 258 die III. (Göbl 1951, 30) -, beschäftigte sich noch nicht mit dem Erfolg des älteren Augustus. In der V. Emission derselben Münzanstalt wurden bereits die Konsekrationsmünzen von Valerianus iunior geprägt. Die Erwähnung des Sieges gegen die Parther ist also in Colonia Agrippinensis zwischen Anfang und Mitte 258 299