Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)
Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Die Ttigkeit des Münzamtes von Viminacium. p. 287–301.
anzusetzen. Die Annahme scheint berechtigt, daß die Münzen mit der Legende VICT PART auch in Viminacium zwischen ähnlichen Zeitgrenzen erschienen und - wie auch in Colonia Agrippinensis - in einer separaten (späten) Phase der Emission geprägt wurden. Daraus folgt, daß die Münzanstalt von Colonia Agrippinensis von Anfang 257 bis Mitte 258 mit der von Viminacium gleichlaufend tätig war. Das mit Meistern aus Viminacium startende neue Münzamt am Rhein bedeutete nicht die vollständige Demontage und Umsiedlung der Münzanstalt an der Donau, sondern nur ihre Teilung. In Viminacium wurde an Hand der Münzen mit dem Revers VICT PART noch im Frühling 258 Geld geprägt. Allerdings ist das unsere letzte diesbezügliche Angabe. Velarianus iunior starb um die Mitte des Jahres, in Viminacium wurden für ihn schon keine Konsekrationsmünzen mehr geprägt. Zweifellos war also das Münzamt damals schon nicht in Betrieb. Die geschichtlichen Angaben liefern uns keine klare Anleitung, ob Valerianus Avers 1. IMP VALERIANVS PF AVG-p Viminacium, VI. emissio 2. VALERIANVS PF AVG - Col. p Agrippinensis IV. emissio 3. VALERIANVS PF AVG - Col. p Agrippinensis V. emissio 4. VALERIANVS PF AVG - Col. p. AGrippinensis V. emissio 5. GALLLIENVS PF AVG - Col. с Agrippinensis IV. emissio Frühphase 6. GALLIENVS PF AVG - Col. с Agrippinensis IV. emissio Spätphase Aufgrund der Hybriden ist anzunehmen, daß die Münzen, die bei der Abstellung des Münzamtes von Viminacium bereits teilweise ausgeprägt waren, nach Colonia Agrippinensis gebracht wurden. Möglicherweise wurde dan ganze Münzamt dort untergebracht, solange es nicht nach Mediolanum umgesiedelt wurde. Zusammenfassung Die Tätigkeit des Münzamtes von Viminacium zeigt in einzigartiger Weise, wie die Geldprägung Mitte des 3. Jh. durch die geschichtlichen und wirtschaftlichen Änderungen verändert wurde. Das Münzamt hing nicht nur von der unter Philippus geschaffenen militärischen Konzentration ab, vielmehr wurde ihre Tätigkeit auch durch die wechselnden internen Kräfteverhältnisse des Imperium immer wieder verändert. Besonders deutlich ist dies in den bewegten gemeinsamen Regierungsjahren des Valerian und Gallienus zu beobachten. Das Münzamt reagierte so empfindlich auf die Entwicklung der Machtverhältnisse, daß auch aus anderen Quellen nicht uinior de meuternden Soldaten deshalb zum Opfer fiel, weil die Widerstandsfähigkeit der Donaufront infolge der geplanten oder gar durchgeführten Demontage des Münzamtes von Viminacium noch fraglicher wurde, oder ob Gallienus sich zu dieser Demontage erst dann entschlossen hatte, als der junge caesar - unter uns unbekannten Umständen - gestorben ist. Zweifellost ist irmnerhin, daß Ingenuus während seines kurzatmigen Aufstandes in Viminacium kein Geld prägen ließ (vielleicht hätte er dazu infolge seines baldigen Sturzes auch gar keine Möglichkeit gehabt). Das Münzamt wurde aber auch von Gallienus nicht benützt, als er nach der Niederwerfung des Ingenuus längere Zeit im Donaugebiet weilte. Über die Umstände der Demontage und Umsiedlung des Münzamtes orientieren uns einige Hybride, die um die Mitte des Jahres 258 mit Aversen und Reversen der IV-V. Emission von Colonia Agrippinensis und der VI. Emission von Viminacium geprägt wurden (FlTZ 1978, 684): Revers bekannte geschichtliche Ereignisse und Zusammenhänge an Hand der in der Tätigkeit des Münzamtes erfolgten Änderungen erschlossen werden können (so etwa der Abgang von Salonina aus dem Donaugebiet Anfang 257). Die Verbreitung der Münzen im Donaugebiet und in den westlichen Provinzen weist darauf hin, daß die Funktion von Viminacium unter Decius und Trebonianus Gallus sowie in der Anfangsperiode der Regierung von Valerian und Gallienus eher nur auxiliären Charakters war und sich auf die Entlastung der Münzanstalt von Rom vor allem in bezug auf die Geldversorgung der danubischen Armee beschränkte. Als aber die Wirtschaftsverhältnisse unter Gallienus in rapidem Tempo eine kritische Wendung nahmen, oblag dem Münzamt die Geldversorgung der Donauregion in ständig zunehmendem Maße. Seit 256 kam in die Donauprovinzen kaum etwas Geld aus Rom, gerade deshalb führte die Reduzierung der Tätigkeit des Münzamtes im Sommer 258 zu einer Katastrophe. Mit der Abstellung des Münzamtes und der Auflösung des Kommandos der Donauregion nahm eine Epoche in der Geschichte von Illyricum ein Ende. VICT PARTICA - Bild Viminacium VI. Legende Col. Agrippinensis, IV. Emission PAX AVGG - Viminacium VI. Emision? PROVIDENTIA AVGG - Viminacium VICT AVGG - Viminacium VI. Emission VICT GERMANICA - Legende : Col. Agrippinensis IV. Emision Frühphase Bild Viminacium VI. Emission VIRTVS AVGG - Viminacium VI. Emission 300