Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)
Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Die Ttigkeit des Münzamtes von Viminacium. p. 287–301.
von Münztypen, aber mit der Prägung von wesentlich mehr Geld im wesentlichen mit unveränderter Aufteilung arbeiteten (1:2 zugunsten von Gallienus), während die erhebliche Geldmengen abgebenden neuen Typen in den neuen officináé emittiert wurden. In den neuen officináé wurde mit nur 2-3 (im Falle der Salonina mit 2+1) Münztypen gearbeitet, im Unterschied zu den älteren officináé, wo 7-8 Typen geprägt wurden (Valerian 7 plus Mariniana 1: Gallienus 8; Gallienus 7 plus Salonina 1?). Der Anteil der Münzen von Salonina und Valerian läßt darauf schließen, da die officináé im Verhältnis von 2:1 zugunsten von Salonina zueinander standen. An Hand dessen schuf die Reorganisierung des Jahres 256 neben den ihre Intensität steigernden 3 officináé 3 weitere, die für den jungen caesar und die ihren Sohn ins Donaugebiet begleitende Kaiserin zu arbeiten begannen. Die hohe Zahl ihrer Münzen war offensichtlich propagandistischen Charakters. Die in der VI. Emission seit 257 geprägten Münzen weisen durch ihre Zusammensetzung und Typen darauf hin, daß der Entwicklung in der V. Emission eine weiter Änderung folgte. Nachstehend die Münztypen der VI. Emission und die dazu zählenden Münzen des Fundes von Gorsium: Münztyp Gorsium Typ % St % Valerianus 9 32,14 60 39,22 Mariniana 1 3,57 Gallienus 11 39,27 33 21,57 Salonina 3 10,71 6 3,92 Valerianus iunior 4 14,29 54 35,29 28 100,00 153 100,00 Im Vergleich zur V. Emission nahm die Zahl der Münztypen um zwei ab (93,33 %), während zugleich die Stückzahl der Münzen nicht einmal die Hälfte der vorangehenden Emission erreichte (42,50 %). In bezug auf die Geldmenge war der Rückfall in Wirklichkeit noch größer: während die V. Emission nicht einmal ein Jahr lang geprägt wurde, betrug die Zeitdauer der VI. Emission anderthalb Jahre. Im Laufe der eingetretenen Reduzierung wurden also aus etwas weniger Typen wesentlich weniger Münzen geprägt als in der vorangehenden période. Bezeichnend für die Veränderung sind die Abweichungen in den Abteilen der einzelnen Herrscher an der Geldprägung. Das bisher zwischen Valerian und Gallienus bestehende Verhältnis von 1:2 hörte auf, in bezug auf die Münztypen wurde beinahe ein Ausgleich erzielt, während die Typenzahl von Valerian um zwei zunahm, verringerte sich die von Gellienus um vier. Ein Umtausch fand auch im Verhältnis zwischen Salonina und Valerianus iunior statt. In nicht ganz ähnlichen Proportionen ist immerhin auch eine Umgestaltung in der Zusammensetzung des Münzfundes von Gorsium zu beobachten. Die 60 Münzen des Valerian stellen 39,22 % der zur Emission gehörenden Münzen dar, d.h. der Anteil der Münzen an der Emission ist höher als der der Münzen am höchsten, seit Viminacium vom Herbst 253 an die Münzen für die Kaiser in geteiltem Betrieb prägte. Die Typenzahl von Gallienus fiel auf die Ebene der IV. Emission zurück und ungefähr dementsprechend entwickelte sich auch die Stückzahl im Fund von Gorsium. In der Zusammensetzung der VI. Emission nahm aber der Anteil von Gallienus selbst im Vergleich zur V. Emission noch weiter ab. In bezug auf die Münztypen behielt er zwar seine Spitzenposition, doch seine Stückzahl beträgt nur rund die Hälfte der von Valerian, und in der Emission wurde nur mehr jede fünfte Münze mit einem Gallienus-Avers geprägt. Noch spektakulärer ist der Rückfall des Anteiles von Salonina. Die Zahl der Typen nahm zwar nur um 1 ab, die Rückentwicklung war also nicht bedeutend, dafür schrumpfte jedoch die Stückzahl ganz erheblich zusammen und betrug kaum mehr als die der IV. Emission. Der Anteil der Münzen an der VI. Emission 3,92 % - ist ganz unbedeutend. Eine wirkliche Entwicklung ist nur bei Valerianus iunior zu beobachten. Die Zahl der Münztypen stieg von 3 auf 4, die der Münzen von 25 auf 54 an, hat sich also mehr als verdoppelt. Hinsichtlich der Stückzahl wurde mehr als ein Drittel der zur VI. Emission gehörenden Münzen für Valerianus iunior geprägt. Diese Veränderungen lassen einerseits als zweifellos erscheinen, daß sich die Verteilung der officináé innerhalb des kaiserlichen Hauses erneut gerändert hat, und gestatten anderseits den Schluß, daß auch die Zahl der officináé nicht unverändert blieb. Der Salonina, für die in der vorangehenden Emission an Hand der überragenden Zahl ihrer Münzen wahrscheinlich zwei officináé arbeiteten, dürfte in der VI. Emission keine einzige officina geblieben sein. Der Ausgleich der Typen des Valerian und Galienus und die höhere Stückzahl der Münzen des Valerian dürften, darauf hinweisen, daß die Münzen der beiden Herrscher in einer gleichen Anzahl von officináé geprägt wurden. Aus all dem können wir darauf schließen in Viminacium seit der VI. Emission wieder nur drei officináé arbeiteten, von denen je eine die Münzen für Valerian, Gallienus bzw. Valerianus iunior prägte. Die eingetretenen Änderungen hingen mit der weiteren, zwangsläufigen Umgruppierung des Imperium zusammen. Die dauerhafte kritische Situation an der rheinischen Front zwang Gallienus, seine Kräfte dortfiin zu konzentrieren. Entsprechende Reserven, anderswo entbeherliche Kräfte standen ihm nicht zur Verfügung, daher ging die Befestigung der rheinischen Front notwendigerweise mit einer Abschwächung der militärischen und wirtschaftlichen Kraft der Donauregion einher. Über die zum Rhein versetzten Truppen haben wir keine Angabe, doch die neue Konzentration konnte auch hier nicht ohne eine lokale Münzanstalt auskommen. Im 298