Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)

Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Die Ttigkeit des Münzamtes von Viminacium. p. 287–301.

Münztypen: III. IV. V. e m i s s i с Vaierianus 6 30,00 % 9 40,90 % 7 23,34 % Mariniana 1 5,00 % 1 4,55 % 1 3,33 % Gallienus 12 60,00 % 11 50,00 % 15 50,00 % Salonia 1 5,00 % 1 4,55 % 4 13,33 % Vaierianus iun. ­­­3 10,00 % 20 100,00% 22 100,00% 30 100,00% Münzen im Münzfund von Gorsium Vaierianus 8 15,69% 19 36,54 % 89 24,72 % Mariniana 7? 13,72 % ­­­­Gellienus 36 70,59 % 29 55,77 % 86 23,89 % Salonina ­­4 7,69 % 160 44,45 % Vaierianus i iun. ­­­­25 6,94 % Die Verteilung der Münztypen läßt darauf schließen, daß die für Valerian und Gallienus geprägten Münzen im Verhältnis von 1:2 zueinander standen, daß also im Münzamt ein Rollenwechsel zwischen den beiden Kaisern erfolgte. An Hand des Zahlenverhältnisses der Typen arbeitete eine officina für Valerian und Mariniana, die beiden anderen für Gallienus, davon eine auch für Salonina. Durch die Stückzahl der Münzen wird die Bedeutung von Gallienus noch stärker betont. Die Änderung der Proportionen drückt eindeutig eine Veränderung der Machtverteilung aus. Um die Wende 253/64 teilten die beiden Kaiser untereinander die Angelegenheiten des Imperium: Valerian begab sich in den stark gefährdeten Orient, während die Regierung der westlichen Provinzen dem Gallienus oblag. Im Sinne dieser Teilung wurde Gallienus der "Münzherr" in Viminacium. Diese Betriebsregelung des Münzamtes blieb zwei Jahre lang in Kraft. Im Jahre 256 nahm die militärische Lage in der westlichen Reichshälfte und insbesondere im Donaugebiet eine kritische Wendung. Die Maßregeln von Gallienus erstreckten sich nicht nur auf die Organisation des Imperium und auf militärische Fragen, sondern bewirkten auch wesentliche Veränderungen in der Tätigkeit des Münzamtes von Viminacium. In der gefährlichen militärischen Situation reorganisierte Gallienus das Oberkommando des Donaugebietes, mit der wesentlichen Veränderung, daß er zum Ober­befehlshaber nominell seinen Sohn, Vaierianus iunior - noch ein Kind -, im Rang eines caesar ernannte. Die Auffrischung war zugleich ein Versuch zur Festigung des Grenzschutzes. Die Inschriften berichten von militärischen Bauarbeiten und Straßenrepeaturen. Im Rahmen dieser umfangreichen Befestigung kam es auch zu einer neuerlichen beachtlichen Weiterentwicklung des Münzamtes von Viminacium. Den Münzfunden des Donaugebietes ist zu entnehmen, daß von diesem Zeitpunkt an fast die gesamt Geldversorgung von Illyricum diesem Münzamt oblag. Die Erhebung von Vaierianus iunior zum caesar führte zwangsläufig zu einer Veränderung in den Anteilen der einzelnen Mitglieder des Herrscherhauses an der Geldprägung. Infolge des lokalen Auftrages des caesar ging es aber in Viminacium um mehr als den Antritt eines neuen Herrschers. Die Änderung der seit der III. Emission bestehenden Größenordnung bzw. die veränderten Verhältniszahlen zwischen den Mitgliedern des kaiserlichen Hauses können wir an der Verteilung der Münztypen der V. Emission sowie am Anteil der zur Emission gehörenden Münzen am Münzfund von Gorsium beobachten: 51 100,00% 52 100,00% 360 100,00% Betrachten wir die Angaben der IV. Emission als 100, so stieg die Indexzahl der Münztypen in der V. Emission auf 136,36, die Stückzahl der Münzen im Fund von Gorsium auf 692,31 an. Ein Vergleich der beiden Zahlen läßt erkennen, daß trotz der, Erhöhung der Typenzahl um mehr als einem Drittel die quantitative Veränderung doch vor allem vom Anstieg der Stückzahl der verschiedenen Münztypen herrührte. Die officináé der IV. Emission lieferten zum Münzfund von Gorsium durchschnittlich 2,36 Münzen, die der V. Emission aber 12; das entspricht einem Anstieg von 508,47 %. Die erhöhte 'Anzahl der Münztypen und erst recht die vielfache Menge der geprägten Münzen lassen darauf schließen, daß die Münzanstalt von Viminacium um diese Zeit mit einer oder gar mehreren officináé ausgestattet wurde. Eine Untersuchung der Münztypen der IV. und V. Emission läßt erkennen, daß für Valerian in der V. Emission um 2 Typen weniger geprägt wurden als in der IV. Für Mariniana wurde nach wie vor ein Konsekrationstyp gemacht. Die Typen von Gallienus stiegen von 11 auf 15 an, doch sind in den Funden des Donaugebietes nur 2 Münzen der neuen Typen zu finden und in Gorsium gar keine. Die Typen von Salonina nahmen von 1 auf 4 zu, während Vaierianus iunior mit 3 neuen Typen antrat. Diese 6 neuen Typen sind nicht nur in der Anzahl der Typen, sondern auch der Münzen der wesentlichste Faktor. Aus der V. Emission sind uns im Münzfund von Gorsium nicht weniger als 186 Münzen bekannt, die Hälfte aller Münzen der Emission. Die intensivere Tätigkeit des Münzamtes ist also vor allem den neuen Typen der an Bedeutung zunehmenden Salonina und des antretenden Vaierianus iunior zuzuschreiben. Lassen wir die mit wenig Münzen geprägten neuen Typen von Gallienus außer Acht, so können wir darauf schließen, daß die früheren officináé mit ungefähr gleicher Anzahl 297

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