Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 19. 1979 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1981)

Tanulmányok – Abhandlungen - Palágyi Sylvia, K.: Die römischen Hügelgräber von Inota. p. 7–93.

hundert, datiert. (VENEDIKOV 1960; Botusarova 1950, 135; Gaul 1890, 107; Marosi 1935, 213; Alföldi 1935, 269—270; Fülep 1949, 51). Zum mit Silber tauschierten Geschirr der Reitpferde fand ich keine Analogie aus dem 1—2. Jahrhundert (Kat. 1.2; Taf. III; Kat. 2.2.11; Taf.XVI). Die Zaumverteiler, Anhänger und Jochringe der Wagen­pferde sind verzinnt,( 24 ) und ihre Oberfläche mit Niello verziert. R. Noll setzt die Blütezeit der Tauschier- und Niello-Technik auf die römische Kaiserzeit. Wenn wir seine Ansicht auf Grund des Ornaments von Carnuntum annehmen (1937, 4, 5; Oldenstein 1976, 125), dürften die Inotaer Pferdegeschirre und Jochverzierungen auf die zweite Hälfte des 1., oder den Beginn des 2. Jahrhunderts angesetzt werden. Die Mehrzahl der herz- und blattförmigen, manchmal in einem profilierten Knopf endenden Anhänger betrachtet man als zum Pferdegeschirr gehörend, jedoch mögen sie auch Teile von Militäruniformen gewesen sein (PLANCK 1975, 187, Taf. 73, 35/6; Oldenstein 1976, 127, Taf. 29/186—195; 30/197). PI an к erwähnt auch Scharnier­beschläge (1975, 187). Die Forscher sind einig bezüglich der Datierung der Anhänger auf das 1. Jahrhundert und unterstützen ihre Ansicht dadurch, dass das Versilbern, Zwischen den beiden Hügeln von Inota kann man einen zeitlichen Unterschied bestimmen. Hügel Nr. 1. enthielt nur norditalische Terra Sigillaten, während aus Hügel Nr. 2. sie mit südgallischen vermischt zum Vorschein kamen. Auch das hier gefundene Glasgeschirr deutet auf südische Beziehun­gen. Das Keramik-Material von Hügel 1. nähert sich mehr den La Tène Formen. (Als Lokalprodukte können jedoch (24) VENEDIKOV (1960, 109) erwähnt aus Thrakien stammendes, verzinntes Pferdegeschirr und Jochringe, indem er A. Alföldi zitiert, der diese Verzierungsmethode bei den Kelten für weitverbreitet annimmt. bzw. Verzinnen, sowie die Anwendung von Niello in der Claudier-Flavier Zeit sehr beliebt war. Im Pferde­geschirrmaterial des 2. Jahrhunderts kommen solche Stücke noch vor (PLANCK 1975, 187—188; Oldenstein 1976, 127). Die scheibenförmigen Riemenschleifen — welche ähnlich den in Hüfingen, Rottweil, Straubing gefundenen befes­tigt sind — mit Anhängern reihen sich an den einfachen, blatt- oder tropfenähnlichen Typus der Anhänger, während die verzinnte Oberfläche das in konzentrischen Kreisen angebrachten Niello auf die erste, noch nicht figurai geschmückte Gruppe von Rottweil deutet (Revellio 1928, 40—41, Abb. 2/3, 5, 7; PLANCK, 1975, Taf. 72, 11; WALKE 1965, Taf. 131, 10). Zusammenfassend: die bereits erwähnte Datierung des Inotaer Fundmaterials auf das 1—2. Jahrhundert wird von Analogien bestätigt und sogar ermöglichen die Gläser, Terra Sigillata, Bronze usw. den Zeitpunkt der Bestattungen auf das Ende des 1., und auf die Regierungszeit des Traianus eventuell auf den Anfang der Reginrungszeit des Had­rianus anzusetzen. Dies ist die Periode in der die Einfuhr der Importwaren aus Italien noch im Gange ist, das Ein­strömen der westlichen Waren in die Provinz jedoch bereits beginnt (Mócsy 1954, 189; Barkóczi 1966, 67; Szőnyi 1973, 43; MÓCSY 1974, 125—126). nur die knotigen Urnen mit etwas ausladendem Rand angesehen werden.) Die Bestattungen und die Aufhäufung von Hügel 1. dürften deshalb zu Beginn der oben angegebe­nen Periode stattgefunden haben. Die Fundumstände begründen die Vermutung, daß das bei der Umfassungs­mauer von Hügel 2. freigelegte Gebäude zu Ehren des in Hügel 1. bestatteten Toten, undzwar bald nach der Beer­digung gestellt wurde, aber es wäre jedoch auch möglich, daß dieses mit Hügel 2. gleichzeitig entstanden. In diesem Falle wurde das Gebäude entweder zu Ehren beider Toten, oder nur des erwachsenen Mannes errichtet. 26

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