Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 19. 1979 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1981)
Tanulmányok – Abhandlungen - Bánki Zsuzsanna: Heiligtum der Iuppiter Dolichenus in Vetus Salina. p. 95–133.
Das massive Stäbchen paßt auch übrigens nicht zu diesem feineren grazilen Stück. So betrachten wir es auf Ausschließungsbasis als Teil eines vierten Signumhalters. (Ibid.). (Inv.-Nr. : 75.21.1; Fo.: Profil B; Taf III, 3). Fraglich bleibt, welchem Signumhalter folgende Bruchstücke angehören: Stücke der Querleiste von 4, 4,4, 5,7 und 11,5 cm Länge (Inv.-Nr.: 75.22.1; Fo.: Profil B/ Taf. III, 4). Letzteres ist nur wenig beschädigt, die Stärke der zur Hülse gebogenen Platte ist mühelos meßbar: 1,5 mm. Ungewiß ist die Zugehörigkeit eines Büchsenfragments in schlechtem Zustand (gegenwärtige Höhe: 4,4 cm). (Inv.-Nr.: 75.22.1; Fo.: Profil B; Taf. III, 5). Unter den bekannten Insignien (jüngste Zusammenfassung NOLL 1980, 40—41) haben folgende Fundkomplexe Signumhalter: Zugmantel in Germania Superior (Jacobi 1914—24, 173), Mauer an der Url in Noricum (2 Stück, NOLL 1980, 36—50), Brigetio in Pannónia Superior (jüngstens Tóth 1976, 89), Brza Palanka in Moesia Inferior (Vuckovic —Todorovic 1964—65, 173). Auch mit dreieckigen Tafeln versehen, d. h. das vollständige Signum bedeutend, sind nur die Funde aus Noricum. Hier wird das zweiseitige Dreieck bloß von einer 9 cm langen Hülse zusammengehalten, während beim einseitigen eine 26,5 cm lange Hülse benützt wurde, deren Länge beinahe der Grundlinie des Dreiecks entspricht. Der Halter mit der kürzeren Hülse verlangt anscheinend keine Tafel mit ähnlicher Grundlinie. Vermutlich dürfte die Grundlinie der Dreiecke länger bzw. ebenso lang gewesen sein wie die Hülse. Im Fundgut von Adony können wir im Falle des I. Signumhalters die Abmessungen der anschließenden Tafeln zu bestimmen versuchen — der zwischen den beiden Bändern des intakten Hülsenrandes eingefaßte doppelte Plattenrest verweist auf ein bilaterales Dreieck. Bis auf Heddernheim sind die Dolichenus-Dreiecke gleichschenklige Dreiecke mit Neigungswinkeln von 70—75°. Wenn die Länge des Funds (d. h. der Hülse des Signumhalters) 34 cm beträgt, so konnte die Relief höhe — unter Anwendung der üblichen Neigungswinkel — min. 46,7 und max. 63,5 cm gewesen sein. Die Gesamthöhe des Signum (inkl. Halter) wäre dann 60,7 oder 77,5 cm, bzw. ein Zwischenwert. Was Tafeln angeht, sind unsere Möglichkeiten in jeder Beziehung beschränkt. Aus den zahlreichen (ca. 1000 St.), kleingestoßenen und infolge des Brandes noch mehr beschädigten Bruchstücken läßt sich folgendes feststellen: Die Relief-Verzierung der Bronze-Dreiecke ist in Treibarbeit gemacht; Silberspuren auf einigen Stücken gestatten die Vermutung, daß ein Teil versilbert war. Neben einer zweiseitigen (gehört zum I. Signumhalter) und einer einseitigen (darauf verweist der im Bandteil des III. Signumhalters eingefaßte Plattenrest) Tafel, sind die Tafeln der beiden anderen Halter infolge des äußerst schlechten Zustandes und der mangelhaften Substanz der Bruchstücke nicht eindeutig als ein- oder zweiseitig zu definieren. Eine brüchige, ungefähr trapezförmige Bronzeplatte dürfte zur Befestigung einer einseitigen Tafel gedient haben. An der Platte sind Nietlöcher zu sehen, gebohrt in horizontaler und der Höhe bzw. den Kurzseiten eines Dreiecks entsprechender Lage, wahrscheinlich die Festhaltepunkte der Versteifungsbänder hinter dem Votivrelief. Die Länge des infolge mechanischer und thermischer Einwirkung beschädigten Stückes beträgt 16,6 cm, die Breite 6,8 cm. (Inv. Nr.: 75.61.3; Fo.: Profil J, Taf. XIII, 7). Die größeren und relativ intakten Stücke der ReliefFragmente (Abb. 11—13) sind mit Details charakteristischer Darstellungen der Dolichenus-Dreiecke zu identifizieren: Gesichter von Sol und Luna, Überreste des Panzers von Iuppiter Dolichenus, Körperteile des Stiers, Haarlocke, Draperie, Palmenzweig, Hände. Details der CastoresFiguren erinnern an die Tafel von Kömlöd. Dies sind zugleich zweiseitige Stücke, vielleicht in Verbindung mit dem I. Signumhalter. Sowohl die Castores als auch die erwähnten, identifizierbaren Figuren sind größer als die der Kömlőder Tafel und anderer Dreiecke. Ihre Abmessungen entsprechen proportionell einem Dreieck mit einer Höhe von mehr als 60 cm. Es scheint also, daß das zweiseitige Dreieck, welches mit dem I. Signumhalter verbunden ist, das größte der heute bekannten Stücke sein dürfte. An einem zweiseitigen Bruchstück sind punzierte Buchstaben (DO?) zu sehen. Verständlicherweise sind von den zweiseitigen Stücken verhältnismäßig mehr Randteile erhalten geblieben; hier bildete sich nämlich infolge der Anbiegung eine dreifache Blechschicht, die natürlich fester war und somit weniger zerbrechlich. (Inv. Nr.: 75.35.1; Fo: östliche Seite der Wasserspeicher Grube, Profil B). 3. Victoria Statuette Figurine an der Spitze des Dolichenus-Dreiecks. Vollguß mit braunem Rost. Höhe: 8 cm. Kleine Figur mit zusammengeschlossenen Beinen, auf einem flachen, reliefartig wirkenden, mandelförmigen Globus (mit Längsschnitt um die Winkel zusammenzuhalten, mit Überresten der Ecken der Dreiecke) stehend. Das ovale, grob gearbeitete Gesicht ist von Lockenhaar umrahmt, mit korymbosartigem Knoten oberhalb der Stirn. Neben eingravierter Scheidelinie einige eingravierte Linien zur Markierung des Haares an der Rückseite. Der etwas dicke rechte Arm ist nach vorn, aufwärts gestreckt, ursprünglich dürfte die Hand einen Kranz gehalten haben. In der Linken, die neben dem Körper herabhängt, ein mit undeutlichen Gravierungen markierter Palmenzweig, mit dem Arm beinahe verschmolzen. Die Bekleidung der Göttin ist ein bis zum Knöchel reichendes Chiton, unter der Brust und um die Hüfte umschnürt, wodurch ein in drei Teile gegliederter Faltenwurf entsteht. Die flachen Flügel erheben sich ein wenig über die Schulter und schmiegen sich fächerartig an den Rücken. Das Gefieder ist, ebenso wie das Haar, mit winzigen Gravierungen markiert (Bánki 1976, 14) (Inv.-Nr.: 75.17.1; Fo. : Rand der Wasserspeicher-Grube; Taf. VIII, 1 с —b). 4. Victoria Statuette Figurine an der Spitze des Dolichenus-Dreiecks stehend, Vollguß, stark angebrannt, in beschädigtem Zustand. Flach modelliert, zusammengeschlossene Beine, auf einem mandelförmigen, vom Brand blumenartig geöffneten Globus. In der Linken ein Palmenzweig an die Schulter gestützt, vom vorgestreckten und hochgehobenen rechten Arm ist nur ein Stumpf erhalten geblieben. Bekleidung und Flügel in sehr schlechtem Zustand, das Gesicht beschädigt, die gravierten Linien des Haares jedoch deutlich sichtbar. Höhe wie bei Figur No. 3/, d. h. : 8 cm. Ein Unterschied gegenüber der vorangehend beschriebenen Figur ist beim rechten Armstumpf zu beobachten, der den Eindruck erweckt als wäre er ein wenig aufwärts gebogen. Auch die Modellierung des Haares zeigt einen Unterschied: Das bis zur Schädelmitte zusammengehaltene Haar trennt sich scharf vom Haarwuchs des Hinterkopfes. (Ibid.) (Inv.-Nr.: 75.31.1; Fo.: Profil B; Taf VIII, 2 a—b). Die an den Spitzen der Dreiecke stehenden Statuetten sind von gleicher Abmessung, vermutlich gehörten sie zu 104