Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 19. 1979 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1981)
Tanulmányok – Abhandlungen - Bánki Zsuzsanna: Heiligtum der Iuppiter Dolichenus in Vetus Salina. p. 95–133.
Abb. 9 den ersten beiden, wahrscheinlich ebenfalls gleichgroßen Signumhaltern, genauer: zu deren Dreiecken. Die VictoriaStatuetten an den Dreieck-Spitzen unterscheiden sich im allgemeinen kaum voneinander, immerhin dürften die Stücke von Pfünz (MERLAT, 1951, Nr. 173) und Carnuntum (FLEISCHER 1966, Nr. 40—41) eine nähere Analogie bedeuten. Die Stücke von Adony bringt am meisten der gleiche mandelförmige Globus mit dem Pfünzer Fund in Verwandtschaft. In Pannonién finden wir in der Sammlung des Museums von Veszprém die nächste Analogie unserer Figur, leider mit unbekanntem Fundort (Inv. Nr.: 55. 275.544). In der Forschung gelten die dreieckigen Tafeln als wichtigste Denkmäler des Dolichenus-Kultes (Tóth 1976, 99; NOLL 1980, 43). Die darauf befindlichen Darstellungen der ständigen und in den Kult gelegentlich einbezogenen Gottheiten (z. B. Minerva, Hercules) ergeben gleichsam ein inhaltliches Inventar der Religion, eine Zusammenfassung der kultischen Merkmale. Unter Beachtung der technischen Gesichtspunkte und der Ausführung stellt sich unweigerlich die Frage der Werkstätten. Eine Untersuchung unserer Stücke scheint die Feststellung von D r e x e 1 (1924, 63) zu bestätigen, wonach die Dolichenus-Reliefs größtenteils in der gleichen oder in mehreren, miteinander eng verbundenen Werkstätten hergestellt worden sein mußten. Als Herstellungsgebiet nennt er die Provinzen Pannonién und Moesia (ibid.) An Hand der Untersuchung eines Prunkhelmes (1977, 203) sowie aufgrund der Prunkpanzer (jüngste Zusammenfassung: J. GARBSCH 1978, 100) und der mit ihnen in Ausführung und Stil vergleichbaren Dolichenus-Dreiecke lenkt H. К 1 u m b а с h die Aufmerksamkeit auf die Tätigkeit der Wanderhandwerker orientalischer Provenienz nach Musterbüchern bzw. zur Befriedigung örtlichen Geschmackes und Bedarfes. Klumbachs Theorie schließt D r e x e l s Vermutung nicht aus, denn die vom letzteren erwähnte enge Verbindung zwischen den Werkstätten kann auch im Gefolge der Wanderung von Handwerkern entstehen. Die Dolichenus-Dreiecke mit den Victoria-Figuren — den Kunsterzeugnissen örtlicher Werkstätten — (auch wenn sie bloß einen allgemeinen Stil repräsentieren) sowie mit den teils importierten, auf orientalische Kunst verweisenden Tafeln können wir auch als eine eigenartige künstlerische Verschmelzung betrachten. 105