Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 19. 1979 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1981)
Tanulmányok – Abhandlungen - Bánki Zsuzsanna: Heiligtum der Iuppiter Dolichenus in Vetus Salina. p. 95–133.
III. FUNDE I. Ziegelstempe 1( 5 ) Aus dem Dolichenum bzw. seiner nächsten Umgebung wurden 10 gestempelte Ziegel geborgen, von denen je einer der legio I Adiutrix (10) und der legio II Adiutrix (3), die übrigen dem Material der Garnison von Vetus Salina, der cohors III Batavorum, angehören (1—2, 4—9). Das Fundgut läßt sich in drei Teile aufteilen: Die erste Gruppe (1—3) besteht aus gestempelten Ziegel ohne nähere Bezeichnung, die zweite aus solchen mit dem Attribut Antoniniana (4—9). Ein Ziegel der ersten Gruppe ist eine Variante des Typs cohors III Batavorum (LŐRINCZ 1979, Taf. 8, 5-1) und ist aus der ersten Periode des Steinlagers bekannt (Barkóczi— Bonis 1954, 160, Nr. 8; Abb. 15, 11). Da diese Periode des Auxiliärlagers an Hand der jüngsten Forschungen erst nach den Markomannenkriegen entstanden ist (unter Antoninus Pius oder später: Gabler 1977, 173), dürfen wir auch dieses, im Dolichenum gefunden Stück mit großer Wahrscheinlichkeit von den letzten Jahrzehnten des 2. Jh. datieren. Da nun dieses Stück im Vorraum des Heiligtums zusammen mit einem anderen Typ cohors III Batavorum (LŐRINCZ 1979, Taf. 9, 1-2) bzw. einem Ziegel der legio II Adiutrix zum Vorschein kam {ibid. Taf. 1, 3-3), sind auch diese von der genannten Periode zu datieren. Die Datierung der zweiten Gruppe ergibt sich aus dem Stempeltext; diese Stücke sind von den Jahren 212—222 zu datieren {ibid., Taf. 9, 2-4—6; Taf. 9, 3-7; Taf. 11, 7-8; Taf. 9, 4—9). Sie verweisen darauf, daß das Dach werk des Heiligtums zur genannten Zeit repariert und das Gebäude nördlich vom Dolichenum spätestens unter Caracalla oder Elagabalus errichtet wurde. Schließlich besteht die dritte Gruppe aus einem einzigen Stück mit dem Stempel der legio I Adiutrix (10); dieser Typ ist in der Fachliteratur unbekannt. Aus Vetus Salina war schon allerdings noch eine andere Ziegelstempel der legio I Adiutrix bekannt (LŐRINCZ 1979, Taf. 1,1 = Kat. 4/1), doch stammt sie wahrscheinlich aus dem 4. Jahrhundert {ibid., 10). Bei der Datierung des neuen Stückes kommt die Periode nach 214 in Betracht, als Brigetio der Provinz Pannónia Inferior angegliedert wurde {ibid., 10, weitere Literatur). a. Vorraum des Heiligtums 1. COHII teg. D.: 3,5—3,6 cm; Inv.-Nr.: 75.25.2(LŐRINCZ 1979, Taf. 815). 2. COHI (II) BATretr. ; teg. (?) D.: 2,3—2,9 cm; Inv.-Nr.: 75.24.1—3 (ibid., Taf. 911). 3. ]IIADI retr.; teg. (?) D.: 2,8 cm; Inv.-Nr.: 75.24.2 (ibid., Taf-, 1,3) b. Umkreis des Heiligtums 4. COHIIIBAteg. D.: 2,4—2,6 cm; Inv.-Nr.: 75.29.1 (ibid., Taf. 9,2). 5. COHIIIBA teg. (?) D.: 2,2—2,6 cm; Inv.-Nr.: 75.41.1 (ibid., Taf. 9,2). 6. HIIIBA teg. D.: 2,8 cm; Inv.-Nr.: 75.30.1 (ibid., Taf 9,2). 1. ]COHIIIBAteg. D.: 2—2,2 cm; Inv.-Nr.: 75.61.13 (ibid., Taf. 9,3). (5) Beschreibung und Auswertung der Ziegelstempel von Barnabás Lőrincz. Für seine Mitwirkung sei auch an dieser Stelle gedankt. 8.]IBA[ teg. (?)D.: 2,6—3cm; Inv.-Nr.: 75.49.6 (ibid., Taf. 11,7). c. Gebäude nördlich vom Heiligtum 9. COHIIIBATA teg. D.: 2,6—2,8 cm; Inv.-Nr.: 75.72.1 (ibid., Taf. 9,4). d. Gebäude östlich vom Heiligtum 10. [LEG]TAP[F— ] teg. D.: 1,8—2,0cm; Inv.-Nr.: 75.107.1 (Abb. 4). Abb. 4 II. Freskenfragmente e. Aus dem Dolichenum (Abb. 5) 11. auf weißem Grund breiter roten Streifen (Inv.-Nr.: 75.62.22, Fundort: Profil J, 3. Schicht) und 1 cm breite gestreifte Bemalung; 12. auf grauem Grund rotes und orangefarbenes dreiarmiges, blattförmiges Muster; 13. auf grauem Grund Fragmente mit rotgestreifter Fläche. Unter der bemalten Fläche ist eine 1,6—1,8 cm dicke Grundschicht zu beobachten (Inv.-Nr.: 75. 84.1—2; Fundort: Grube des Wasserspeichers). Abb. 5 100