Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 19. 1979 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1981)

Tanulmányok – Abhandlungen - Bánki Zsuzsanna: Heiligtum der Iuppiter Dolichenus in Vetus Salina. p. 95–133.

Abb. 2 der bestehenden beiden Räume: 3,3 x 3,5 bzw. 2,8 x 3,5 m; der vollständige Grundriß ist infolge des aufgewühlten Milieus unbekannt. Unter den feingestoßenen Tegula — Fragmenten, die das Gebäude überdeckten, kamen im Laufe der Freilegung zahlreiche winzige Keramik-Bruch­stücke zum Vorschein. Die Erscheinung erinnert gleichsam an eine Planierung nach vorsätzlicher Zerstörung. Möglicherweise war das II. Gebäude mit dem Doliche­num funktionell verbunden oder vielleicht die Stätte eines anderen orientalischen Kultes. (Orientalische Kultstätten in der Nähe voneinander z. B. in Stockstadt, MERLAT 1960, 156.) In bezug auf seine Bestimmung fehlt uns ein solider Anhaltspunkt. Problematischer ist die Bestimmung des Grundrisses des III. Gebäudes östlich vom Dolichenum. Mit Hilfe des gewiß nicht als vollständig zu betrachtenden Grundrisses sind zwei Räumlichkeiten zu erfassen: Nördlich eine klein­ere (Lichtweite: 6 x 3,5 m) mit Fußboden-Teil, anschließend eine geräumigere (nur die durchschnittliche Entfernung zwischen der nördlichen und der südlichen Wand — 6 m — ist als sicher zu betrachten). In das Grundwerk wurden Säulen-Bruchstücke und beschriftete Steinfragmente ein­gebaut. Bei der Zwischenwand der beiden Räumlichkeiten sind die Hausteine deutlich sichtbar. Im Übrigen sind auch die Mauern dieses (III.) Gebäudes größtenteils ausgehoben. Das Mauerwerk weist ein tiefes, solides Steinfundament auf, darüber eine Tegulareihe, auf der die Spuren von Lehmzie­geln, Überreste einer aufgehenden Lehmwand, zu erkennen sind. Von diesem Mauerwerk guter Qualität unterscheidet sich der aus der Zwischenwand westwärts, für uns unbe­gründbar, hervorragende Mauerstumpf. Auch in diesem Fall können wir die sekundäre Verwendung von Hausteinen beobachten, allerdings mit einem um 50 cm höheren Fun­dament, ohne Bindestoff. Fraglich ist die Zugehörigkeit der beiden Säulenfragmente in der verlängerten Linis der Südwand des Heiligtums. 7 Alba Regia XIX. 97

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