Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 19. 1979 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1981)

Tanulmányok – Abhandlungen - Bánki Zsuzsanna: Heiligtum der Iuppiter Dolichenus in Vetus Salina. p. 95–133.

zerstörten I. Steinlagers und sodann des an seiner Stelle errichten II. Steinlagers an der W-Seite des Lagers gewesen sein. Hier, im Acker, befinden sich in einer Breite von 100—150 m, mehr oder weniger dicht zerstreut, Scherben aus dem 2.—3. Jh. Auch in der Kabelrinne zwischen Vörösmarty Straße und dem Tor des Wasserwerkes waren die Siedlungsspuren zu verfolgen — sie begannen etwa 150—200 m von der Vörösmarty Straße. Die Siedlungs­spuren, die vor einiger Zeit im Garten der Pfarre entdeckt worden sind, können möglicherweise ebenfalls mit diesem uicus in Verbindung gebracht werden (Fitz 1970, 165). Es gibt keine komplette römische Schichtenreihe, die spätrömische Periode fehlt (ihre Erde dürfte wahrschein­lich für den Damm der Landstraße Nr. 6 verwendet wor­den sein), der Rest wird durch den Ackerbau aufgewühlt und zerstört. Es ist fraglich, ob der Standort von Häusern festzustellen sein wird. Wir selbst konnten lediglich in der hochliegenden Böschung des zum Wasserwerk führenden Weges den Schnitt eines einheimischen Hauses identifizi­eren. Jenseits des Zaunes des Wasserwerkes, auf den Spu­ren der maschinellen Bodenplanierung, sind auf einer weiteren Strecke von 25 m Spuren von Siedlungserschei­nungen zu finden, doch geben meist nur Scherbenhaufen spärliche Anhaltspunkte. Weitere Angaben könnten even­tuell noch an höher gelegenen Stellen gewonnen werden. II. HEILIGTUM UND UMGEBUNG Die Entdeckung des Heiligtums ist die Folge von Bau­arbeiten, die aber bedauerlicherweise einen hohen Preis forderten: Durch die Aushebung einer 4 m tiefen Grube von 7—8 m Durchmesser für den bereits erwähnten Wasserspeicher wurde die westliche Hälfte des Heiligtums vollständig zerstört. Um die östliche Hälfte zu klären, eröffneten wir die ersten Profile neben der Grube( 3 ) (Abb. 2). Mit Hilfe von Überresten in der Grubenwand sowie des feinen Mauerbewurfes, der in 5 m Länge und 10—12 cm Breite in situ gefunden wurde, konnten wir die nördliche Mauer des Heiligtums identifizieren. Die Mauer war aus Lehm gebaut, ihre Breite betrug 70 cm. Vom erwähnten Abschnitt abgesehen, war sie größtenteils nur in Spuren zu beobachten. Ihre Richtung war durch ein angebranntes Konglomerat von Lehm —Ziegel —Fragmenten, stellen­weise durch ihre genaue Linie, angegeben; auch den Ab­schluß des Gebäudes deutete das Ende einer knapp unter der Bodenfläche erscheinenden Schicht von Tegulafrag­menten nur auf sekundäre Art an. Die südliche Abschluß­mauer konnten wir in der Zeugenwand der Profile A — В, in ausgehobenem Zustand, bzw. mit Hilfe einer Verfärbung identifizieren, die im Profil der Wasserspeichergrube auf eine Mauer schließen ließ. Wo die verputzten Mauerreste zum Vorschein kamen, konnten wir in ihrer Breite einen Teil des gestampften Lehmbodens des Heiligtums erschließen. 20 cm unter dem Fußbodenniveau fanden wir ein intaktes Urnengrab von Vatyaer Kultur (Grab 2). Ein anderes Grab, ebenfalls aus der Bronzezeit, haben die Arbeiter noch vor unserer An­kunft freigelegt (Grab 1).( 4 ) Im Verhältnis zum Fußboden lag das Fundament der Heiligtumsmauer in einer durchschnittlichen Tiefe von 40 cm. Infolge der beträchtlichen Zerstörungen des Gebäudes konnten wir keine Inneneinteilung beobachten. Vielleicht könnten wir auf das Vorhandensein von zwei Räumlich­keiten oder auf irgendeine Inneneinteilung daraus schlie­ßen, daß die aus der Grube (d. h. aus der westlichen Hälfte des Heiligtums) gewonnenen Freskenfragmente farbig, die (3) Die Profile wurden alphabetisch von A bis S bezeichnet. Die Absteckung der Profile war beeinflußt durch die Bauar­beiten und Materialdepots des Wasserwerkes sowie durch die von Baggern früher bis zum intakten Boden aufgewühlten oder abgetragenen Flächen. Abb. 1 in situ freigelegte Wandfläche und die an der östlichen Seite ausgegrabenen Stücke jedoch weiß waren. Lichtweite des Heiligtums: 6x17 m. Rings um das Heiligtum wurden Überreste von drei Bauten freigelegt. Der Grundriß des Gebäudes I südlich vom Dolichenum (Lichtweite des bestehenden Teiles: 7,5 x6 m) ist in westlicher Richtung infolge der Zerstörun­gen durch den Bulldozer nicht klarzustellen. Die Richtung der ausgehobenen Mauern weicht von der des Heiligtums ab, sie dürften früheren Datums sein. Unseres Erachtens ist das nördliche (II.) Gebäude von gleicher Bauzeit; es besteht aus zwei kleinen Räumen, die Mauern waren zum Teil ausgehoben (bei den bestehenden Mauerteilen ist nur die letzte Steinreihe des Fundaments erhalten geblieben). Die Längsmauern, in einem gangartigen Abstand (1 m) vom Dolichenum entfernt, sind mit diesem parallel, das Niveau des Fundaments weicht nur unwesentlich von der Tiefe des Grundwerks des Dolichenum ab. Abmessungen (4) Das dritte Urnengrab von Vatya wurde in der Böschung des zum Wasserwerk führenden Weges freigelegt. Die Funde werden von BélaJungbert aufgearbeitet. 96

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