Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 19. 1979 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1981)

Tanulmányok – Abhandlungen - Bánki Zsuzsanna: Heiligtum der Iuppiter Dolichenus in Vetus Salina. p. 95–133.

HEILIGTUM DES IUPPITER DOLICHENUS IN VETUS SALINA Ende März 1975 wurde das König Stephan Museum in Székesfehérvár von Zoltán Lendvai, Pfarrer von Adony, verständigt,^) in der Gemarkung der Gemeinde seien bei den Bauarbeiten zur Errichtung eines Wasserwerkes ar­chäologische Funde zum Vorschein gekommen. Der Fundort befindet sich auf dem Grundstück des Adonyer Wasserwerkes namens „Rotes Kreuz" (Vörös­kereszt), nördlich von der Gemeinde, neben der Landstraße Nr. 6 und umfaßt den Wasserspeicher und die anschließen­den Gebäude. Nach der Anmeldung begaben sich zunächst die Ar­chäologen Árpád Nagy und Judit Antoni nach Adony und konnten aus der östlichen Wand der runden (von Baggern ausgehobenen) Grube (0 6—7 m) des künftigen Wasserspeichers einen bronzenen Adler, Victoria Statuetten, relief verzierte Blechfragmente sowie Stücke eines Signumbehälters mit Büchse bergen. Die Funde ließen auf ein Dolichenum schließen. Mit kürzeren und längeren Unterbrechungen wurden bis zum Spätherbst Ausgrabungen zur Fundrettung durch­geführt,( 2 ) ergänzt in den Jahren 1976—77 durch Arbeiten, Der Fundort befindet sich auf dem Gelände des uicus, neben dem Auxiliarlager von Vetus Salin a, das Heiligtum etwa 80—90 m von der SW-Ecke des Lagers entfernt. (Abb. 1). Den östlichen und nördlichen Teil des Lagers hatte die Donau schon gänzlich fortgeschwemmt, nur im südwestlichen Teil konnten 1949—50 Ausgrabungen vorgenommen (Barkóczi— Bonis 1954, 129—199) und gleichzeitig auch die Bauperioden klargestellt werden. Im Jahre 88 war das I. Pfahllager bereits vorhanden (es dürfte in den Jahren nach 73 errichtet worden sein: Gabler (1) Wir möchten Herrn Zoltán Lendvai auch an dieser Stelle sowohl für die Anmeldung als auch für seine wertvolle Hilfe während unser Arbeit unseren innigsten Dank aussprechen. die gleichzeitig mit dem Ausgraben der Kabelrinne liefen, sowie durch Forschungen im Garten des benachbarten Privathauses. Die Tatsache, daß die Entdeckung der Funde erst nach einigen Tagen dem Pfarramt und von dort dem Museum gemeldet wurde, verzögerte zwangsläufig den archäologischen Eingriff, und so mußten wir auf erheb­liche Schäden gefaßt sein. All dies veranlaßte uns, alle Erscheinungen mit noch mehr Aufmerksamkeit festzuhal­ten als sonst üblich. Dieses Vorhaben war freilich nicht unproblematisch, da ja das Gelände stark aufgewühlt war. Das Ergebnis unserer Arbeit möchten wir in nachste­hender Aufteilung bekanntmachen: I. Fundort II. Heiligtum und Umgebung III. Funde. A. Dem Gebäude des Heiligtums angehörend B. Überreste des Tempel Inventars C. Münzen D. Sonstige Funde (teils mit dem Heiligtum, teils mit der Umgebung zusammenhängend) IV. Zusammenfassung 1977, 149), Lager II wurde in den Jahren 88—92 gebaut. Im Laufe der dakischen Kriege entstand das III. Pfahl­lager, während Lager IV gegen Ende der Regierungszeit von Traianus oder zu Beginn der Herrschaft von Hadrianus bereits von der endgültigen Lagergarnison — cohors Hl Batavorum — errichtet wurde. Diese Auxiliartruppe (viele ihrer Ziegelstempel kamen während unserer Ausgrabungen zum Vorschein) erbaute gegen Mitte des 2. Jh. das I. Steinlager. Nach unseren Geländebesichtigungen zu schlie­ßen, dürfte der uicus des während der Markomannenkriege (2) Während der Erschließung waren die Studentinnen Éva Fancsaly und Gabriella Nádorfi sowie fallweise auch der Restaurator Zsolt Koppan meine Mitarbeiter. I. FUNDORT 95

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