Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 15. 1974 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1976)

Tanulmányok – Abhandlungen - Gáspár Dorottya: Griechischer Eid der Ratsherren gefunden in der Széchényi Nationalibliothek. XV, 1974. p. 39–64.

liotheken durchzuforschen( 21 ). Dieser Forschungs­tätigkeit ist höchstwahrscheinlich die Entdeckung der Originalhandschrift zu verdanken, die er dem Pfalzgrafen Otto Heinrich schickte. Die Beschreibung des Mycillus. Aus dem Gebrauch des deutschen Wortes „Tafelin" bzw. des grie­chischen mvàxiov kann man den Schluß ziehen, daß es sich — der Form nach — um ein Tafelchen handelte. Die Materie war vermutlich Holz — der Ausdruck ,,ausgetigt auch ainstails von den Wur­men" deutet jedenfalls darauf hin. Das Wort „abo­lita" dürfte bedeuten, daß die Schrift gemalt war. Mycillus fand die ihm anvertraute Aufgabe wegen des schlechten Zustandes der Handschrift, sowie der unordentlichen Zeilen schwirig. Er begnügte sich nicht mit einer buchstäblichen Abschrift, sondern trachtete den Sinn der Wörter annähernd zu ermit­teln und übersetzte sodann den rekonstruierten In­halt ins Lateinische und Deutsche. Infolge der Un­lesbarkeit der Schrift wurde also der Originaltext verändert. Mycillus hat von Schwurtext noch eine andere Abschrift verfertigt, die in der Bayerischen Staatsbibliothek zu München im „Codex Latinus 13 096" (Fol. 43—48) vorhanden ist. Während dieses Münchner Exemplar im Jahre I860 von G. M. Tho­mas publiziert wurde, war ihm das Exemplar von Budapest unbekannt( 22 ). Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, diese über­gangene Handschrift zu publizieren und mit der an­deren zu vergleichen. Nachstehend folgt der griechische Schwurtext, wobei Spiritus, Akzent und Interpunktion der Ab­schrift entsprechend von Mycillus, angegeben wer­den selbst wenn unrichtig sind. Dieses Verfahren gilt auch für die griechische Einleitung bzw. für sämtliche Teile der Hand­schrift : OPKOZ BO YAEYTQN OMNYMI öiá ôkv/umov ôià ßav­kaîov, xal saríav ßovXaiav, xal ÖÍOL TéÀeiov, x(a)l rjoav reXeiav xal 5 a&rjvav nqóvoiav, xal vixrjv xal çpiXiav xal ófióvoiav, xal öixtjv x(a)l ftéfiiv, xal то%г) aya&rjv, x(a)l TOVÇ aXXovç ûeovç JiávTac, xal mí­oaç; BcvÀeveiv хата revç VÓ/UGVC 10 xal та щ(р(а/лата т-fjç ттоХеыд та xvQia, x(a)l та доуцата та QOJ­[laícov, xal TOVÇ vafiovç xaffî cvç noÀiTevofiefia, ènl та) ovfi<péoov&i тф Trjç naTQÎôoç хата Ttjv efiav­15 TGV ôvva/iiv, (hç eßovXevaev ô xáX­Хшта ßovlevaac, èv тг\ éavTov na­TQÎÔI, Qojjxaíojv xal èkXr]voJv xal OVTE ngoç %ágiv, ovTs nqoç êx&qav, ÔVTE ènl ôœgoiç XQIVCO: ovôè \pr\­20 (piovfiai, ovôè âvôgl ßovÄsvom ovôè щоод"цвоца1 /iégei ц av­ÔQI, âXXà тф xoivâ ovfKpégovTi тф TYJÇ naxgiôoq, âv£a>v àel хата ôvva/Mv cbç ói ÏÏSOÎTS ßovkovTai, 25 x(a)l ói àya&ol avôgeç êvogxovvTi (iév fioi èv èif], xal ïXeoi èi fteol xal ôaifioveç, èfiol, xal nâai TOÎÇ èfioîç, xal (piXoiç, xal yévsi, xal O'LXCÚ тф návTL. Emogxcovôé 30 ôv% ivgeûrjao/nai. a. (p. fi. 7]. Bei dem Vergleich der Handschriften wird das Exemplar zu Budapest mit „A", die Abschrift zu München mit ,,B" bezeichnet^ 3 ) (Abb. 6). Der inhaltliche Vergleich läßt eine vollständige Gleichheit erkennen, bis auf einen Unterschied: in „B" fehlt die griechische Fassung des Vorworts. Aus dem formalen Vergleich (Schreibart, Orto­graphie, Ligatur, Verzierung usw.) ergeben sich nur geringfügige Differenzen. Auch die Reihenfolge der einzelnen Teile ist verschieden: 1. Vorwort griechisch 2. Schwurtext griechisch 3. Vorwort lateinisch 4. Schwurtext lateinisch 5. Vorwort deutsch 6. Schwurtext deutsch В Schwurtext griechisch Vorwort lateinisch Vorwort deutsch Schwurtext deutsch Schwurtext lateinisch In „B" finden wir Ornamenten nur auf einem Blatt (48.); uzw. Blattmotive, wie es in „A" auf beiden Seiten von Bl. 2. zu sehen ist. Die Buchsta­ben sind in „B" nur in der deutschen Fassung verziert, doch einfacher als in ,,A" ; „A" ist, was die Titeln bzw. Anfangsbuchstaben der einzelnen Teile be­trifft, im allgemeinen reicher verziert als „B". Ein Vergleich der Farben war mir nicht möglich, da ich „B" nur von einer Fotokopie erkenne. Die weite­ren Unterschiede unten beziehen sich auf dei Text­kritik. 3. xal bis 4. xal 5. ngóvoiav В 3. ( 24 ) xl bis. Wegen einer Abkürzung ist von hier an eine Zeilen Ver­schiebung gegenüber A zu beobachten. 4. xl 5. ngóviav; die Ver­änderung oi>i besteht seit der byzantinischen (21) Ibid. (22) Vortrag veröffentlicht in: Gelehrte Anzeigen der K. Baverischen Akademie der Wissenschaften (München), XIX, 1860, 153—160; XX, 1860, 161—164. (23) Mein Denk gehört Frau Dr. Tafferner, die mir die Kopie der Publikation von G. M. Thomas bzw. der betreffenden Kodex-Blätter geschickt hat. (24) Da die Zahl der in den einzelnen Zeilen enthaltenen Wörter und infolgedessen auch die Nummer der den gleichen Textteil enthaltenden Zeile in A und В ver­schieden sind, ist die Wiederholung der Zeilenangabe notwendig. 52

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