Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 15. 1974 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1976)

Tanulmányok – Abhandlungen - Gáspár Dorottya: Griechischer Eid der Ratsherren gefunden in der Széchényi Nationalibliothek. XV, 1974. p. 39–64.

Zeit( 25 ). So konnte Mycil­lus vielleicht auch unge­wollt die griechische Or­thographie des eigenen Zeitalters im antiken Text benützt haben. G. M. T h о m a s bringt nach diesem Wort in Klammern die Form, die er für richtig hält : 7rpovoiav( 26 ). 11. xl 10. xa! 25. ш 23. Kai 25. evoQxovvTi 23. (getrennt) evoQXOvvrai Ich halte die hier angeführ­te Form für richtig. Auch hier bringt G. M. T h o­m a s die richtige Form : EVOQXOVVTli^) 27. xai 25. ш 31. а. (р. /л. H. — Abgesehen von des Wechsels der abgekürzten und ausgeschriebenen Form der Konjunktion gibt es drei meritorische Unterschiede, von denen die in „A" vorhandene Datierung ein wichtiges Plus bedeutet, denn dadurch wird zugleich auch „B" datiert. Daß nämlich beide Abschriften von Jacobus Mycillus geschrieben wurden, steht über jeden Zweifel fest, denn die Schreibart ist dermaßen gleich, daß sie nur von derselben Hand stammen können ( 28 ). Hier nun folgt die lateinische bzw. deutsche Über­setzung des Eides laut Version „A" : IVSIVRANDVM /SENATORVM/ seu Consiliari/o­rum/ 5 Iuro per Iouem Olimpium, Iouem Curi/alem, uestam Curialem, Iouem coniugalem, /Iunonem coniu­galem, Mineruam cognomen /to prouidentiam, uic­toriam, concordiam, lus, / fas, bonam fortunam : cae­terosq(ue) deos et de / 10 as omnes : Quod uelim consulere iuxta / leges et décréta Ciuitatis propria atq(ue) recep/ta et secundum statuta Rhomanorum, le/ gesq(ue) eas, iuxta quas Rempublicam ad/minis­tramus, in Communem Vtilitatem / 15 patriae, quod ip(s)e potero et ut quilibet alius co(n)/suleret, qui patriae suae optime consultum vel/let, Rhomanus siue Graecus. Et quod neq(ue) / in gratiam, neq(ue) in cdium cuiusq(ue), neq(ue) etiam / acceptis donis iudi__ (25) GY. MORAVCSIK, Bevezetés a bizantinológiáha. Buda­pest, 1960, 53: „Die Entwicklung des Diphthong oi. . . Seit dem 2. Jh. v. u. Z. zeigt sieh in den Papy­rusdokumenten eine Inkonseqwenz im Gebrauch der Buchstaben oi und v; oi wird in — seit dem 2. Jh. allgemein als ü ausgesprochen. Fortan teilt oi das u. Z. Schicksal von«, geht also erst im byzantinischen Zeitalter, im 10.—11. Jh., in i über, so wie es auch von den Neugriechen ausgesprochen wird. .. " (26) Ibid., 157. (27) Ibid., 159. (28) Ich möchte die Aufmerksamkeit auf einige Charak­teristika lenken: Vergrößerung von / (7.) oder (p (10—9, 20—18); Verbindung von XQ (14—13, 17— 15. 23—21); smoQxőJv (29—27). Die erste Nummer bedeutet die Zeile in A, die zweite in B. cabo, aut sententiam fera(m). / 20 Neq(ue) hominis causa consilium dabo, neq(ue) / parti aut personae priuatim fauebo, sed com /muni Vtilitati patriae stu­debo, augens et / promouens hanc semper quoad potero, et ut / dijs (sic) pariter et bonis viris proba­bit(ur), / 25 Atq(ue) haec iuranti mihi, bene / sit, deosq(ue) ас demo/nes habeam / propitios, / et / 30 mihi et / amicis et ge/neri et toti domui./ Peierans autem / non / 35 Jnueniar. / M. D. XL VIII Es sei bemerkt, daß Mycillus die Worttrennun­gen mit = bezeichnet. Bei der Umschreibung habe ich dies unterlassen. Diese Bemerkung gilt für sämt­liche Teile. Ein And der Rats/herrnn oder der Rate / Ich schwere bey dem Himlischenn got Jupi/ter bey dem Jupiter, so im Rathaus steet den d(er) / 5 Göttin Vesta, so im(m) Rathaus stet bey dem /Jupiter, welher den Eeleutenn gunstig ist, bey/ der Junone weihe den Eeleutenn gunnstigist, / bey der Minerva, weihe mann nennet die fur/sehunng oder fursichtigkeit. Ich swere auch bey / 10 der göttin des sigs, der freundtschaft unnd ain/helligkeit, bey dem gottlichenn unnd welt­lichen / Rechtenn, bey dem gutenn glück, unnd bey allen / anndern gotternn unnd göttinen. Das ich wöll / ratenn nach ausweisung der gesetze und aigne(n) / 15 unnd angenomnen Satzungen der Stat, unnd / nach Ordnung der Römer. Ja auch durch die / geschribnenn gesetz, durch weihe wir unnsern / gemainenn nutz regirenn unnd verwalltenn / zu gemainem nutz mei­nes Vatterlannds als / 20 vil mir ymmer muglich ist unnd wie ain yet/weder annderer, der seinem Vat­terlannd das all/er besst gönnet, raten möcht. Er sey gleich ain Rö/mer oder Kriech, unnd das ich weder nach gunst, / feindtschaft oder neid, Irgennd aines auch nicht / 25 nach Schannckh unnd gabenn wöll vrtai­lenn, / oder mein(n) sententz fellenn. Ich will auch nit / von der Mennschenn wegen ain(n) Rat gebenn / oder ainer parthey oder person sonnderlich guns/tig sein, sonnder mich allain des gemainenn / 30 nutzes des vatterlannds befleissenn, denselben / allweg als vil mir muglich, thun, meren, unnd / furdernn unnd wie es mocht Ja auch den Göt/tern unnd frommen bider­mennern gefellig / sien, unnd so ich solhes recht swere, so welle Gott / 35 das es mir meinen freunnden mei(ne)m gesiecht / unnd ganntzen hausgesind wol gee. Das Ich / auch die himlischen unnd Hellischen götter / gnedig hab, auch in kainen weg feischlich ge/sworenn erfunden werd / 40 1548 In der Übersetzung von Mycillus deutet das Wort те'Дешс(4. Zeile) „eheschützend". Demgegenüber gaube ich, müßte hier — gemäß der Anwendung des Eides — die andere Bedeutung des Wortes benützt wer­den: „allmächtig" ( 29 ). Das Vorwort, verfass von Mycillus: (29) II. G. LIDDELL — R. SCOTT, A Greek­English Lexicon. A new Edition. Revised and augmented throughout by H. STUART JONES (1867—1939), Oxford (New edition completed 1940), rep. 1953. Stichwort réheioç 63

Next

/
Thumbnails
Contents