Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 14. 1973 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1975)

Szemle – Rundschau - Fitz Jenő: Gorsilla. XIV, 1973. p. 356.

GORSILLA Der Name von Gorsium ist nur im Itinerarium Antonini enthalten, und außerdem an einem Grabstein, in der Form eines cognomen, erhalten geblieben. Der Text der Inschrift aus der Stadt Rom lautet wie folgt : CIL, VI, 3454 D. M. I Aureli(a)e Gorsil(la)e / coniugi bene m/erenti, qu(a)e semper / inecum bene uixit, / natione A[q]ui(n) ce(n)se{m), / qu(a)e uixit an(n)os XXIII / me(n)ses VI, o(b) meritis osjtitatis eius e[t flilio ( ?in)f[elifcie8]­imo, qui (annis) / II me(n)sibus VIII diebu(s) XXII /II fecit, Aurelius lustijnus ue{r)teran(us) u. p. [./... .] Die Ergänzung der mit zahlreichen Fehlern geschrie­benen Inschrift ist an mehreren Stellen fraglich. Eines steht allerdings unbestreitbar fest: Aurelia Gorsilla stammte aus der Gegend von Aquincum, und daran würde auch eine etwaige Korrektur des unvollständigen Textes auf natione A[ra]ui(s)c(a) nichts ändern. Das cognomen Gorsilla wurde ohne Zweifel aus dem Namen von Gorsium gebildet. In Pannonién ist uns übrigens eine ganze Reihe von Namen bekannt, die aus Stadtnamen gebildet wurden: Garnuntum lulia Carnuntilla ex pr(ouincia) P(annonia) Super­(iore) - Roma,C/L, VI, 37271 - vielleicht liberta? (L. BARKÓCZI, The population of Pannónia from Marcus Aurelius to Diocletian. AArchHung, XVI, 1964, 308.) Vatria Carnuntina — Donnerskirchen, MBHNV, V, 1931, 29, Nr. 24 - liberta? (A. Mócsr, Die Bevölke­rung von Pannonién bis zu den Markomannenkriegen. Budapest, 1959, 226, Nr. 120.) Vtiedia Sex. lib(erta) Carnuntina — Ondód, AnnSav, III, 1928, 99, Nr. 8 Aurelius Karnuntinus — Aquileia, CIL, V, 1117 — libertust (A. MŐCSY, о, c, 168) Scarbantia Scarbantilla serua — Scarbantia, CIL, III, 10946 Firmia L. f(ilia) Scarbantina - Vép, CIL, III, 4201 Savaria Petronia C. lib(erta) Sauarina — Aquileia, CIL, V, 8336 Aurelius Sauarius — Roma, CIL, VI, 13266 Siscia Vlpia Siscia - Dalj, CIL, Ш, 3272 = 10257 - wahr­scheinlich Eingeborene (A. MÓCSY, О. С, 261, 219/3.) Sirmium Sirmia — Podgraci Donji, V. HoFFiLLEB — В. SABIA, Antike Inschriften aus Jugoslawien. Zagreb, 1938, Nr. 591 Mur sa M. Percenn(ius) Mursensis - Altinum, CIL, V, 2254 Die angeführten Personen, bei denen die Inschrift einen Hinweis auf ihre gesellschaftliche Position enthält, sind Freigelassene oder Sklaven. Die Wissenschaft schließt auch bei mehreren anderen Namen auf ähnliche Umstände. A. Mócsy betrachtet die Namen Carnun­tina (Carnuntilla) als Angaben bzgl. des Sklavenhandels von Carnuntum (A. MÓCSY, о. c, 1968.); ID., Die römi­schen Steindenkmäler von Savaria. Budapest — Amster­dam, 1971, 101, Nr. 98). Im Falle anderer Namen, etwa in Siscia, ist die örtliche Eingeborenenherkunft zu ver­muten. Aufgrund der in ihrer Grabschrift angeführten natio gehörte Aurelia Gorsilla zu den letzteren. Die Sklaven und Freigelassenen sind teils durch die Steindenkmäler des westlichen Teiles der Provinz und teils aus Italien bekannt. Die Grabsteine der örtlichen Bewohner kamen in der südlichen Hälfte Pannoniens zum Vorschein. Der Grabstein der Aurelia Gorsilla ist eine Ausnahme : Wahrscheinlich folgte sie ihrem Mann nach Rom, der vermutlich aus der legio von Aquincum in einen Verband der Stadt Rom versetzt wurde. J. Fitz 356

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