Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 13. 1972 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1974)

Tanulmányok – Abhandlungen - Kocztur Éva: Ausgrabungen im südlichen Stadtviertel von Gorsium (Tác-Margittelep). XIII, 1972. p. 69–148.

„Das ausgewaschene Sa m en material ist in einem sehr schlechten Erhaltungszustand. Ein Teil seiner ist verkohlt, der größte Teil wurde wahrscheinlich, die menschlichen Gedärme passierend, durch die Magen­säuren konserviert. Deshalb verlor es vieles von seinen diagnostischen Merkmalen und so war seine genaue Be­stimmung nicht in jedem Falle möglich. Die kleine Menge des Musters hat die statistische Auswertung nicht er­möglicht, da je Arten im allgemeinen ein oder zwei Samen gefunden wurden. Die genau nicht bestimmbaren Arten bringen wir unter Fragezeichen. Diese sind die folgenden: 529. (—43) aus dem oberen Rand der Aschenschicht: Waldapfel (?), Pflaume, Süßkirsche, Steinweichsel. 530. ( — 43) — ( — 67) in der Aschenschicht: Weintraube, Kichererbse (verkohlt). 531. ( - 67) am Boden der Grube : Weizen (verkohlt), Wein­traube, Speierling, Mispel, Eisbeere, Waldapfel (?) 532. (—67) neben dem Faltenbecher: Reben- und Pflau menkern." Ein Teil des Samen- und Kernmaterials stammt teil­weise von im Wald gesammelten Früchten, teilweise von bereits gezüchteten Pflanzen (Weizen, Gartenweinrebe und Pflaumen. Diese letzteren wurden wahrscheinlich von ausgewählten und bis zu einem gewißen Grade ge­pflegten wildlebenden Bäumen eingeholt.) Brunnen (Abb. 43. -Taf. II. 1) Der Durchmesser seines etwas unregelmäßigen, kreis­förmigen Fleckes beträgt an der Oberfläche: 125 cm. Im Laufe der Freilegung hat sich der Schacht auf 140 cm erweitert. Die in V-Form eingestürzte Erde wechselte sich in hellen lind dunkelbraunen Streifen: 30 —40 cm von der Oberfläche fanden wir eine 20 cm starke „V-förmige Brandsehicht, über dieser unmittelbar ein Fragment einer gestempelten Schüssel, weiter unten ( — 30) in der dunkel­braunen Schicht das Stück einer gallischen Sigillatenschüs­sel, bei ( —160) cm eine Sigillatennachahmung und das Fragment eines einheimischen Topfes mit waagerechtem Rand. Bei 300 cm hat sich der Umriß eines runden Holz­faßes in Oberansicht entfaltet. Bei ( - 255) konnte die Freilegung im engen Raum nicht fortgesetzt werden. Fundmaterial befand sich in größerer Menge bloß in der oberen, etwa 120 cm starken Schicht. Aus der Schicht unter dem oben erwähnten Sigillatenfragment, das mit seiner rosetten-blätterigen Verzierung eine örtliche Nach­ahmung war, kamen bloß einige größere einheimische Topffragmente und wenig Tierknochen zum Vorsehein. Die Funde aus der oberen Schicht: Tiefe (-40) (- 95) 533. Das Wandfragment der Sigillatenschüssel Drag. 37. Unter der Kyma- und Perlenreihe ein aus einer Perlenreihe bestehendes Trennungsmotiv, in einem Halbkreis ein nach rechts laufendes Tier (Inv. Nr. 65.315.1. - Fundort: (- 30) - Taf. IV. 21.) Lezoux, aus den Jahren 150— 190. 534. Fragment einer barbotineverzierten Schüssel: mit einer hellorangenfarbenen, glänzenden Bemalung (Inv. Nr. 65.315.3, Abb. 60.13.). 535. Bodenfragment eines braunbemalten Bechers mit Sandbestreuung. Bodendm: 30 mm (Inv. Nr. 65.315. 536. Schüssel vom Pátkaer Typ, glänzend, mit orangen­farbener Bemalung (Inv. Nr. 65.315.4.). 537. Fragment eines Kruges — zu zwei verschiedenen Ge­fäßen gehörende Fragmente (Inv. Nr. 65.315.4, Typ: Abb. 52.1.). 538. Bemalalter Krug: mit einem unterrandständigem Henkel (Inv. Nr. 65.315.4, Abb. 62.1.). 539. Topfbodenfragmente. Aus weißkörnigem, gelbem Material, gehören zu drei verschiedenen Töpfen. Bo­dendm: 100 mm (Inv. Nr. 65.315.5, Abb. 62.2.). 540. Topfboden, dünnwandig, von guter Qualität, aus gelber Keramik. Dm: 67 mm (Tnv. Nr. 65.315.5, Typ: Abb. 54.6.). Abb. 43 : Brunnen 541. Halsteil eines Kruges mit schnabelförmigem Aus­guß: porös, dunkelgelb. Munddm: 39 mm (Inv. Nr. 65. 315. 5, Abb. 60.3.). 542. Schüssel, Drag. 37-Nachahmung. Gelb, mit glänzen­der Oberfläche. Am Bauch ein dünn eingeritzter Kerbenstreifen (Inv. Nr. 65.315.4.). 543. Gestempeltes kleines Fragment: mit braunem Über­zug, unter der Kerbenreihe eine Kymareihe (Inv. Nr. 65.315.7.). 544. Fragment eines Kruges, feingeschlämmt, etwas rauh, gräulichbraun. Munddm: 73 mm (Inv. Nr. 65.315. 9. - Typ: Abb. 54.11.). 545. Fragment eines handgefertigten Topfes barbarischen Charakters (Inv. Nr. 65.315.10, Abb. 62.3.). 546. Dass., (Tnv. Nr. 65.315.10. - Typ: Abb. 56.6.). Die Funde aus dem unteren Teil des Brunnens : absolute Tiefe ( - 95) -(- 255). 547. Nachahmung einer Sigillatenschüssel mit Blatt, Rosette und Löwen Verzierung. Werkstätte aus Siscia (Inv. Nr. 65.315.2.). 7 Alba Regia 97

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