Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 12. 1971 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1972)

Szemle – Rundschau - Fitz Jenő: Clodius Celsinus und die Revolte in Viminacium. XII, 1971. p. 249–253.

hergebrachten Bekanntschaft zu den Vertrauten des AemiHanus gehörte. Als der Usurpator mit seiner Ex­peditionsarmee nach Italien aufbrach um sich mit dem legalen Kaiser zu messen, beauftragte er den Celsinus mit „ad eradendum nomen saeuissimae dominationis" , der in deisem Falle nicht einen bedeutungslosen lokalen Widerstand zu überwinden, sondern die mit Gallus sym­pathisierenden Kräfte zu liquidieren hatte. Dieser Clodius Celsinus müßte unseres Erachtens zumidest den Rang eines legátus legionis bekleidet haben. Dieser Auftrag, der die Stabilisierung der aemilianischen Herrschaft zum Ziel hatte und nicht auf ein einziges Lager beschränkt war, könnte auch die Anwesenheit des Clodius Celsinus in Aquincum erklären. Möglicherweise war es gar nicht die Niederwerfung des inneren Feindes, sondern vielmehr die drohende Gefahr der valerianischen Kräfte, die ihn veranlaßten, aus dem Zentrum der Provinzengruppe nach Pannonién zu ziehen. In der Situation, die sich im Som­mer 253 ergab, wäre es höchst unwahrscheinlich gewesen, daß Celsinus als Befehlshaber der legio II Adiutrix (eben­falls fraglich!) nach seinem Sieg bei Viminacium zu sei­nem Garnisonsort zurückgekehrt wäre. Es ist möglich, daß er infolge der Dringlichkeit seiner Anwesenheit in Aquincum das Gelübde, das er dem Mars Gradivus gelei­stet hatte, nicht — wie es richtig gewesen wäre — am Tatort, sondern erst in Aquincum erfüllte. Die Untersuchung der geschichtlichen Verhältnisse spricht also für die Datierung der im Heiligtum des Lagers Viminacium stattgefundenen Ereignisse auf die Jahre der militärischen Konzentration der Donauprovin­zen (247 — 260). In dieser Periode der aufeinanderfolgen­den Aufstände konnte nur das Auftreten des Decius und noch eher der des AemiHanus ernsthaft in Betracht kommen. Für den Letzteren spricht nicht nur die Münz­stätte von Viminacium, die schon vor dem Herbst für Valerianus arbeitete, also den Übertritt der Provinzen­gruppe beweist, sondern auch die, Person des Clodius Celsinus, der der afrikanischen Senatorenfamilie der Clodii Celsini entstammte, Anhänger des ebenfalls afri­kanischen AemiHanus und, bis zu seinem Übertritt zu Valerianus, einer seiner Heerführer gewesen sein mochte. Das weitere Schicksal des Celsinus ist uns unbekannt. Falls das Donauheer mit der Beseitigung der aemiliani­schen Kommandanten in das Lager des Valerianus über­getreten ist, dürfte seine Karriere mit dem Sturz des AemiHanus ein Ende genommen haben, wenn er für seine freundschaftlichen Beziehungen nicht gar mit dem Leben büßen mußte. Falls wir jedoch in diesem Celsinus den späteren proconsul Asiens erblicken können, so dürfen wir annehmen, daß Clodius Celsinus bald nach seinem Sieg bei Viminacium die Entwicklung der Kräfteverhält­nisse und das Verhalten seiner Truppen erkannt und an der Vereinbarung mit Valerianus mitgewirkt haben dürfte. Die letzte Zeile der Inschrift von Aquincum, in der vermutlich der Rang des Celsinus erwähnt wird, müßte jedenfalls modifiziert werden. Etwa folgendermaßen: Clodius Celsinus / [leg(atus) Aug(usti) ? dat, quod prae­posjito uouerat. J. Fitz 253

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