Fülöp Gyula (szerk.): Festschrift für Jenő Fitz - Szent István Király Múzeum közleményei. B. sorozat 47. (Székesfehérvár, 1996)

O. Fekete - D. Gabler: Sigillaten Italische in Gorsium

Abb. 4 trauben; letztere geht of von einem herzförmigen Glied aus.116’ Deutliche Analogien der Funde aus Tác sind aus Zalalövö und den Ausgrabungen der canabae von Carnuntum bekannt. An Hand der Grabfunde bilden Schüsselchen geringeren Durch­messers mit den ähnlich verzierten Tellern der Form Drag. 36 = Conspectus 39 eine Service. Die Qualität der à la barbotine verzierten Sigillaten erreicht im allgemeinen nicht die der frühe­ren padanischen Ware, obwohl sie, aufgrund der Tonbeschaf­fenheit in denselben Werkstätten hergestellt werden konnten.117' Im Unterschied zu den früheren norditalischen Sigillaten ist auf diesen niemals ein Stempel zu finden: als Ausnahme seien ledig­lich zwei Näpfe aus dem Gräberfeld von Solduno zu erwähnen, die von den Töpfern L.S.S. bzw. S.O.P signiert wurden.<18) In bezug auf ihre Chronologie konnten wir schon früher beobacht­en, daß sie gewöhnlich in späteren Gräbern Vorkommen als die italischen Auflagensigillaten, weshalb wir den Beginn ihrer Her­stellung auf die flavische Zeit ansetzten; H16 17 18 19 da sie viel weiter 16 17 18 19 (16) Vgl. D. Gabler: Terra sigillata in: Römische Forschungen in Zalalövö 1979. ActaArchHung 33 (1981) Abb. 32, 11; Mazzeo 207; Zabehlicky 41, Abb. 4. 7. 13-14. (17) D. Gabler - M. Balla - J. Berczi - G. Keömley: Terra sigillaták eredetének meghatározása neutronaktivációs analitikai módszerrel (Bestimmung der Her­kunft von terrae sigillatae mit der analytischen Methode durch Neutronaktivation). ArchÉrt 113 (1986) 34. (18) Donau. Locarno 175. (19) D. Gabler. Terra sigillata in: Römische Forschungen in Zalalövö 1975. Ac­taArchHung 29 (1977) 239. verbreitet sind als die übrigen italischen Typen und auch in den trajanischen Schichten Vorkommen, nahmen wir ferner an, daß die italischen barbotine-verzierten Sigillaten bis zur trajanischen Zeit ins Donaugebiet importiert wurden.120’ Diese Vermutung wurde auch durch die Angaben des Gräberfeldes von Solduno bestätigt, wo - ebenso wie in den Gräbern von Emona - sich in den 10 Gräbern, die padanischen Sigillaten mit Appliken ent­hielten, keine barbotine-verzierte nord-italische Keramik be­fand, während in 10 anderen Grabfunden nur diese letzteren Typen zu finden sind, aber keine Auflagen ware.1211 Die zwei verschiedenen Warentypen sind in Solduno nur in zwei Gräbern vergesellschaftet das bedeutet, daß ihre gleichlaufende Produk­tion nur sehr kurze Zeit dauern konnte (Ende der Regierungszeit von Vespasianus?). Ihren Umsatz bis zur trajanischen Zeit be­weist ferner eine Sigillata, die in Gilau (Gyalu) in den von Trajan zur Provinz organisierten Dazien gefunden wurde.122’ In Italien wurden diese Schalen bis Mitte des 2. Jh. hergestellt.122’ Diese (2C) Idem, RFZ 1976. ActaArchHung 30 (1978) 406. (21) Im Gräberfeld von Solduno befanden sich nord-italische Sigillaten mit Auflagen Verzierung in folgenden Gräbern: Ba 4, Ba 6. Ba 8. Ba 9. K 6, 56.1, 56.2, 58.12, 58.13, 58.15. Nord-italische Sigillaten mit Barbotine-Verzierung gab es in nach­stehenden Gräbern: C 26, S 25, 57.4, 57.10. 58.16. 56.18. 58.19. 58.20. Gemein­sam kamen die beiden verschiedenen Warensorten nur in den Gräbern Ba 2 und 58.17 vor. (22) D. Isac: Terra sigillata de la Gilau. Potaissa 1982, pl. IV. 31. In späten Fundgü­­tem ist diese Ware auch in Nord-Italia registrierbar - vgl. Mazzeo 207. 77

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