Fülöp Gyula (szerk.): Festschrift für Jenő Fitz - Szent István Király Múzeum közleményei. B. sorozat 47. (Székesfehérvár, 1996)
O. Fekete - D. Gabler: Sigillaten Italische in Gorsium
Abb. 3 Eine Besonderheit des italischen Sigillatamaterials: Verhältnismäßig wenige Gefäße sind zur Tellerform zu zählen, insgesamt 8 Stück, meist Randfragmente. In den donauländischen Provinzen kommt die Tellerform mit senkrechter Wand und Applike häufig vor (Ohlenroth Abb. 3,3 = Conspectus 20), ihre Blütezeit ist auf die Jahre 45-70 anzusetzen.'1 2 3 ’ Die Produktionszeit der Auflagensigillaten-Gruppe L. M. V = L. M(ag) V(irilis) dürfte um 45 n. Chr. begonnen haben, da ihre Ware im Fundgut von Magdalensberg bereits auffindbar ist.'21 Der Tellertyp selbst wurde in Italien bis zum Jahrhundertende produ(1) Hayes 444; M. Vanderhoeven: La terre sigillée lisse. Campagnes de fouilles de 1963 à 1974. Ordona V. Études de Philologie, d’Archéologie et d'Histoire ancienne, publ. par LTnst. Hist. Belge de Rome 16 (1976) 378. (2) SCHINDLER-SCHEFFENFGGER Taf. 106, 1-2. (3) Stellenweise ist das Fortleben des Typs auch im ersten Viertel des 2. Jh. nachweisbar - vgl. Conspectus 49; Mazzeo 202; eine ähnliche Zeitfolge emnfahl mnoziert.<3) Mitte des 1. Jh. war dies eine führende Form sowohl in Arretium wie auch in den padanischen Werkstätten; aufgrund ihrer qualitativen Merkmale sind die Stücke aus Täc zu den sog. Fabrikaten A2 zu zählen. Ihre Qualität ist als eine der besten unter den Erzeugnissen der Po-Gegend zu betrachten (gut geschlämmter. hartgebrannter Ton, mit bräunlich bis orangeroter Oberfläche). Die Produkte dieser Werkstätten kommen in den früh-flavischen Grabkomplexen der Gräberfelden in der Gegend von Locarno sowie in Emona häufig vor'4* ; aufgrund der Part 1. Th« fine pottery. Suppl. to Libya Antiqua V. Tripoli 1985, 150. (4) Donati, Solduno 75, Nr. 50,107, Nr. 121 ; in Emona ist auch spätes Vorkommen nachweisbar - vgl. PlbsniCar pl. XXIII grave 91, Nr. 11, pl. XXVI, grave 103, Nr. 6, grave 104, Nr. 7, pl. XLIII grave 156, Nr. 4; pl. LXV grave 236, Nr. 18, 20. 75